Zwangsarbeiter-Mahnmal schwebt auf seinen Platz am Phoenix-See

Kulturinsel

Das Fundament steht bereits seit einigen Wochen, jetzt wurde das Grundgerüst des neuen Mahnmals für ehemalige Zwangsarbeiter auf der Kulturinsel am Phoenix-See aufgestellt.

Hörde

, 24.06.2020, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die schwere Stahlkonstruktion des Zwangsarbeiter-Mahnmals wurde jetzt am Phoenix-See aufgestellt.

Die schwere Stahlkonstruktion des Zwangsarbeiter-Mahnmals wurde jetzt am Phoenix-See aufgestellt. © Dieter Menne Dortmund

Noch ist das neue Denkmal am Phoenix-See abgesperrt. Zaungäste hatten am 24. Juni (Mittwoch) aber die einmalige Gelegenheit, die schwere Stahlkonstruktion schweben zu sehen. Mit Hilfe eines Kranwagens wurde das rund vier Meter hohe würfelförmige Gebilde auf den vorbereiteten Platz auf der Südseite der Kulturinsel gehievt.

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Zwangsarbeiter-Mahnmal schwebt am Phoenix-See ein

Das Mahnmal soll an die rund 80.000 Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion erinnern, die während des Zweiten Weltkriegs in Dortmund schwere Arbeit leisten mussten, viele davon für den Hörder Hüttenverein.

Fertig und freigegeben ist das Mahnmal aber noch nicht. Unter anderem die Beleuchtung und einige Details müssen noch installiert werden. Bis zur offiziellen Einweihung bleibt das Kunstwerk deshalb noch abgesperrt, wie Stadtsprecher Christian Schön erklärt.

Ursprünglich sollte die Gedenkstätte schon 2015 eingerichtet werden, aber Proteste gegen den zunächst ausgewählten Standort verzögerten das Projekt.

Auch der gewünschte Einweihungstermin am Jahrestag des Kriegsendes (8. Mai) konnte nicht eingehalten werden, daran war aber vor allem das Coronavirus schuld.

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Nun soll das Denkmal am Ende der Sommerferien mit vielen offiziellen Gästen eröffnet und für Besucher freigegeben werden.

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