"Zwei vonne Südtribüne" bei "Ruhrhochdeutsch" - Borussia geht immer

Spiegelzelt

Immi und Lollo: Echte Borussen und Zerrbilder von BVB-Fans. Als letztere torkeln sie zwischen Dumpfbackentum und hellsichtigen, fast philosophischen Momenten, die Rede verwaschen, die Pulle in Reichweite. Die "Zwei vonne Südtribüne" sorgten im Spiegelzelt für gute Laune.

DORTMUND

09.08.2011, 11:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die "Zwei vonne Südtribüne" im Spiegelzelt.

Die "Zwei vonne Südtribüne" im Spiegelzelt.

Betitelt ist es „Die letzte Viererreihe“, wenn beim Zusatz „...ist immer die schwerste“ Eickmanns Blick in den Bierkasten geht, weiß man, welche Reihe er meint. Der Abend startet schwungvoll mit der Hymne „Byebye Borussia, geh‘ nie vorbei“ („dat Schwarze unterm Nagel, dat Gelbe vom Ei“), vom Publikum im Stehen mit Winkewinke gefeiert. Zeit, eine glorreiche Saison Revue passieren zu lassen: Die besten Fans, die beste Mannschaft, den grünsten Rasen, das gelbste Bier! „Das Team ist so jung, dass es noch gar nicht am Zentinit ihres Könnens anner allerobersten Spitze steht!“, lispelt Mense-Moritz und lässt dooftümelnd die Zunge raushängen. Das Gesindel aus Herne-West abgebügelt! „Nehma noch einen? Ja sichää!“ Schalke-Schmäh muss sein. Für den BVB sind die Aussichten rosig, nur Immi denkt noch an schlechte Zeiten. In seinen Nörgel-Tiraden kotzt Eickmann sich aus, mit vollem Schmackes röhrt er los: „Was hamse nich für Trainer geholt! Rööber, den Schwachmat, Doll, die blööde Sau!“ Stadion vermietet, Aktien verschollen im Niebaum-Land! Gut, dass Kloppo nur ein Gebot kenne: Gras fressen, Gras fressen!

Lollo weiß noch, wie er mit Borussia „infeziert“ wurde, 1966 beim 7:0 gegen Schalke. Immi denkt an Spieler, die nur zwei Verletzungen kannten: Glatter Bruch oder Splitterbruch. Die beiden singen und musizieren, nach der Pause schwächeln die Pointen ein klein wenig. Trotzdem ein Abend voller Lacher, nicht zuletzt dank Sinnsprüchen zum Thema Bier: „Man kann auch ohne Alkohol lustig sein, aber sicher ist sicher!“

Lesen Sie jetzt