Sven Baumgarte, Leiter Strategie & Transformation bei DEW21, war einer der ersten, die am Donnerstag im Impfsaal21 ihre Impfung erhielten. © DSW21
Corona-Schutz

Zweitgrößtes Impfzentrum in Dortmund gestartet: 4000 Impfungen pro Woche möglich

Mehr als 600 Impfungen an den ersten beiden Tagen – und theoretisch könnten es pro Woche 4000 sein. Das zweitgrößte Zentrum Dortmunds ist gestartet. Aber nicht alle dürfen kommen.

Haben Sie Fieber? Wo ist Ihr QR-Code? Haben Sie auch Ihren Impfausweis dabei? All das sind die Fragen, die geklärt werden müssen mit denjenigen, die ins zweitgrößte Impfzentrum Dortmunds kommen. Schon an Tag 1 kamen mehrere hundert Menschen, bis Freitag werden es mehr als 600 sein. Die Termine waren schnell weg.

Nach gerade einmal 15 Minuten war alles ausgebucht. Dabei war der Link ohnehin nur an die Mitarbeiter weniger Firmen rausgegangen. An welche genau, das verraten Standort und Name dieses neuen Impfzentrums.

Mitarbeiter vieler Firmen können schon jetzt buchen

An der Von-der-Berken-Straße stehen Schilder mit der Aufschrift „Impfsaal21“. Das ist normalerweise der Werkssaal von DSW21. Und dorthin dürfen nun in den kommenden Wochen die Mitarbeiter etlicher Firmen aus dieser kommunalen Unternehmensfamilie.

Ob DEW21/Donetz, Dogewo, Dokom21, ob Hafen, Airport, EDG, die Wasserwerke Westfalen oder Gelsenwasser – sie alle können nun ihren vielen Tausenden Mitarbeitern ein Impf-Angebot machen. Vorausgesetzt, es gibt genügend Biontech.

Genau getaktet, ab der ersten Minute an

„Das ist der einzige Impfstoff, den Betriebsärzte verimpfen dürfen“, erklärt Henrik Fibbe, kaufmännischer Leiter von Prävent, dem Betreiber dieses Zentrums. Eine Win-win-Situation sei das, freut man sich auch bei DSW21. Man selbst habe die Räume, Prävent wiederum das ärztliche Knowhow und das fachkundige Personal.

So wurde in der Küche Spritze um Spritze aufgezogen, während die Impflinge genau getaktet in Fünf-Minuten-Abständen erschienen. Lange Warteschlangen, langes Ausfüllen von Zetteln?

Prävent betreut viele Firmen in Dortmund

All das war nicht mehr notwendig. Die Daten waren vorab digital erfasst worden. Die Abläufe stimmten von Beginn an. Medizin-Dienstleister Prävent betreibt auch mehrere Covid-Zentren, kümmert sich aktuell bei rund 400 Firmen um Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit oder andere Bereiche. Was den Mitarbeitern dieser Firmen vielleicht bald aufs Neue zugutekommt.

Denn das Impfzentrum21 soll nicht nur für DSW und andere kommunale Unternehmen offen sein, sondern auch für die Partner von Prävent. Kleinstbetriebe mit zwei oder drei Beschäftigten sind ebenso dabei wie die Sparkasse Dortmund und ThyssenKrupp. Und rein theoretisch könnten noch mehr Menschen dort geimpft werden.

Mehr Tempo in Impfkampagne? „Machen wir sehr gerne“

DSW-Vorstandsvorsitzender Guntram Pehlke betont: Man fühle sich nicht nur den Beschäftigten „gegenüber in der Verantwortung“, sondern auch den Dortmunder Bürgern allgemein. „Wenn wir also mit unserem Impfsaal21 dazu beitragen können, das städtische Impfzentrum und die niedergelassenen Ärzte zu entlasten und mehr Tempo in die Impfkampagne zu bekommen, machen wir das sehr gerne.“

Wenn die Betriebsärzte beispielsweise auch Schüler impfen dürften, so DSW-Sprecher Frank Fligge, wenn so etwas von der Politik erlaubt würde – man könnte das Impfzentrum21 dann einfach dafür offen lassen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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