Zwischen Mücke, Mehl und Musik

03.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schüren Die Fähigkeit, mehrere Dinge zur gleichen Zeit erledigen zu können, wird vor allem Frauen nachgesagt. Während sie Gulasch kocht, ihren Mann mit Hund "Mücke" zum Gassi gehen schickt und eine Nachschublieferung Federweißen von einem ortsansässigen Weinhändler in Empfang nimmt, denkt Kerstin Musebrink laut darüber nach: "Ich war schon immer zielstrebig - und ungeduldig. Das führt schon dazu, dass ich oft mehrere Sachen gleichzeitig mache!"

Vor 24 Jahren hat sie ihre Lehre als Bäckereifachverkäuferin in dem Laden begonnen, dessen umtriebige Chefin sie heute ist, ein langer Weg voller Veränderungen. In dem alteingesessenen Familienunternehmen hatte Kerstin Musebrinks Schwiegermutter lange Jahre die Zügel fest in der Hand. Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung Anfang der neunziger Jahre änderte sich manches: Das Sortiment wurde aufgepeppt und die neue Chefin war nicht mehr ständig im Verkauf präsent. "Ich kümmere mich um Bestellungen, Dekoration, den Einkauf, Rechnungen, die Buchhaltung und den Verkauf. Manchmal tut´s weh, wenn Kunden sagen: Na, sind Sie auch mal wieder da?" sagt die 40-Jährige, denn "Ich bin immer da!".

Trost und Entspannung findet sie - außer in der Tatsache, dass neben vielen Stammkunden auch immer mehr jüngere Kunden kommen - schon seit Jahren in der Musik. Sie spielt Saxophon (wie übrigens auch ihr Mann), lange Jahre in einer Bigband, und übt täglich mit Begeisterung.

Seit "Mücke", ein holländischer Wolfshund, zur Familie gehört, kümmert sie sich um die Ausbildung und Erziehung des Tieres - und das Sortiment wurde um "Hunde-Cracker" erweitert. Und in der Freizeit? Da kocht Kerstin Musebrink viergängige italienische Menüs. Sicher vorzüglich, denn viele Dinge zugleich zu machen, das liegt ihr ja. bib

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