Im Impfzentrum des Kreises Wesel werden keine Erstimpfungen vorgenommen. © Kreis Wesel (A)
Coronavirus

Corona: Diese Stationen durchläuft man im neuen Impfzentrum

Das Impfzentrum des Kreises ist pünktlich zum 15. Dezember betriebsbereit. Vorgestellt wurde am Montag, welche Stationen man dort als zu Impfender durchläuft.

Landrat Ingo Brohl hatte die Presse zu einer Begehung des Kreis Weseler Impfzentrum in der Niederrheinhalle Wesel eingeladen. Die künftigen „Impflinge“ parken künftig auf dem Parkplatz der Rundsporthalle und werden durch eine entsprechende Beschilderung zum Haupteingang der Niederrheinhalle (NRH) geleitet.

In einem beheizbaren Zelt vor dem Eingang wird die Körpertemperatur gemessen sowie die Berechtigung zum Impfen kontrolliert. Dann geht es ins Foyer, wo vier Anmeldungs- bzw. Registrierungsschalter eingerichtet wurden, an denen die Impflinge mittels Krankenkassenkarte registriert werden. Weitere acht Anmeldungs- und Registrierungsschalter befinden sich hinter dem Eingangsbereich der Halle, so dass insgesamt 12 Anmeldungen parallel erfolgen können.

Vier Aufklärungsräume

Sofern notwendig, können die zu Impfenden anschließend in einem der vier nachgeordneten Aufklärungsräume ihre speziellen Fragen zur Impfung mit einem Arzt besprechen. Nach der Aufklärung bzw. direkt nach der Anmeldung/Registrierung werden die zu impfenden Personen in ihrer „Impfstraße“ einer von insgesamt 18 Impfboxen zugewiesen, wo die eigentliche Impfung stattfindet.

Im Anschluss werden die Impflinge in Richtung der Tagesgaststätte geleitet, wo ein Betreuungsbereich im Parkettsaal eingerichtet ist. Hier werden sie durch Mitarbeitende des DRK für etwa 30 Minuten beaufsichtigt, bevor sie das Impfzentrum wieder verlassen und der Beschilderung zurück zum Parkplatz folgen. Sollte es während des Impfprozesses zu Komplikationen hinsichtlich der Gesundheit (Schwindel, Übelkeit, etc.) der Impflinge kommen, ist auch hier für medizinische Betreuung gesorgt.

Steriles Labor

Für die Aufbereitung des Impfstoffes wird im hinteren Bereich der Niederrheinhalle ein steriles Labor vorgehalten, in dem unter Aufsicht eines Apothekers der Impfstoff durch Fachpersonal aufbereitet und dann schnellstmöglich in die Impfstraße gebracht wird.

Den kurzfristigen Aufbau und die Organisation des Impfzentrums bezeichnete Krisenstabsleiter Dr. Lars Rentmeister als logistische Herausforderung: „Unser Dank gilt hier vor allem den Mitarbeitenden des Deutschen Roten Kreuzes und der Malteser. Bereits seit Beginn der Pandemie sind die beiden Hilfsdienste mit ihrem Engagement ein integraler Bestandteil der Krisenbewältigung des Kreises Wesel.“

„Weg bis zum Ende der Pandemie ist noch weit“

„Wann und wie viele Menschen hier in Zukunft pro Tag gegen das Coronavirus geimpft werden können, hängt ganz davon ab, wann wir wieviel und welchen Impfstoff bekommen“, erläuterte Landrat Ingo Brohl. „Auch wenn jetzt wirksame Impfstoffe gegen das Corona-Virus existieren und die Zulassungen in Deutschland in den nächsten Wochen erfolgen werden, so ist der Weg bis zum Ende der Pandemie für uns alle noch ein sehr weiter.“

Brohl rief die Menschen im Kreis Wesel weiterhin zur Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln auf. „Es wäre gerade jetzt fatal, wenn die Menschen sich aufgrund betriebsbereiter Impfzentren in falscher Sicherheit wiegen. Gerade weil ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar ist, sollten wir uns weiterhin strikt an die Regeln halten, um unser Gesundheitssystem nicht komplett zu überlasten und damit Leib und Leben unserer Mitmenschen zu schützen.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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