Heidi Friedrich aus Bausenhagen machte am Dienstagmorgen unschöne Entdeckungen in ihrer Einfahrt. © Privat
Vandalismus in Fröndenberg

Ketchup an der Wand, Chili in der Einfahrt: Bausenhagener Grundstück mit Essen beschmiert

Erst lagen Chips in der Einfahrt, ein paar Tage später war Mehl verstreut, Ketchup und Chili klebten am Haus. Obwohl durch den üblen Vandalismus kein Schaden entstand, ist Heidi Friedrich beunruhigt.

Für die Fröndenbergerin Heidi Friedrich, die am Graf-Ezzo-Weg in Bausenhagen wohnt, gab es am Dienstag ein böses Erwachen. Um 8 Uhr morgens entdeckte sie erst Spuren eines weißen Pulvers, vermutlich Mehl, die sich durch ihre Einfahrt zogen. An der Hauswand ging es dann weiter mit Ketchup. Und besonders schockierte eine braune zähflüssige Lache, die auf den ersten Blick aussah wie Erbrochenes.

Nachdem der erste Schock verdaut war und auch der Nachbar mit nach dem Rechten gesehen hatte, entpuppte sich die in Mehl drapierte Lache als wohl eher unverdautes Chili. „Sogar die Bohnen waren noch erkennbar“, sagt Heidi Friedrich. Möglicherweise sei ja alles nur ein Streich von Jugendlichen. Unwohl fühlt sich Heidi Friedrich allerdings schon.

„Die müssen sich ja gezielt unser Haus ausgesucht haben“, sagt sie. Ähnliche Vorfälle aus der Nahbarschaft sind ihr nicht bekannt. Die 40 Meter lange Einfahrt einfach so zu betreten, sei doch Hausfriedensbruch. Das unschöne Gefühl, dass ihr und ihrer Familie jemand schaden wollte, bestätigt in ihren Augen ein weiterer Vorfall, der mehrere Tage zurückliegt. Eines Morgens lag eine ganze Tüte Chips in der Einfahrt verteilt.

Die Spuren von weißem Pulver zogen sich durch die gesamte Einfahrt. Vermutlich war es Mehl. © Privat © Privat

Selbstverständlich hat die Fröndenbergerin den Vorfall bei der Polizei angezeigt. Ob sie mit Nachbarn Probleme habe, fragten die Polizisten „Auf gar keinen Fall, wir verstehen uns doch mit allen gut“, sagt die Fröndenbergerin und rätselt weiter.

Vandalen kamen während der Ausgangssperre

Könnte es in der Nachbarschaft eine Party gegeben haben? Treffen sich irgendwo häufig Jugendliche? Nicht, dass sie wüsste. Die Vandalen kamen wahrscheinlich während der Ausgangssperre. Heidi Friedrich glaubt deshalb kaum, dass es jemand von außerhalb war. „Wer setzt sich denn mit Mehl und Chili ins Auto, um andernorts gezielt unser Haus zu beschmieren?“, fragt sie sich. Andererseits mag sie sich auch nicht so recht vorstellen, „dass es in Bausenhagen so unzivilisierte Menschen gibt“.

Wenn alles doch nur ein Dum­me-Jun­gen-Streich war, wäre das für Heidi Friedrich und ihre Nachbarn auf jeden Fall beruhigend zu wissen. Deshalb fragt sie ganz offen: „Wer hat in Bausenhagen in den letzten Tagen Chili con Carne gemacht oder welcher Familie fehlen ein paar Tüten Mehl?“

Entschuldigung würde reichen

„Eine Entschuldigung würde mir reichen“, sagt die Fröndenbergerin. Am Haus sei kein Schaden entstanden. Der oder die Täter hätten also nichts zu befürchten, wenn sie sich bei Heidi Friedrich melden.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung

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