Das letzte große Bauprojekt der Stadt zur Verbesserung der Versorgung mit Kitaplätzen: Der Umbau der ehemaligen Martin-Luther-Grundschule am Hennewiger zu einer Vier-Gruppen-Einrichtung für 70 Kinder. Die Kita in Trägerschaft des DRK ist seit Ende Oktober geöffnet. © Schrief
Kindergarten-Bedarfsplan

1557 Kinder werden betreut, aber Haltern braucht noch mehr Kita-Plätze

1557 Kinder werden in Halterns Kindergärten oder von Tageseltern betreut. Die Nachfrage bleibt hoch. Fest steht deshalb: Auch 55 neue Plätze in Bossendorf entspannen die Lage noch nicht.

KIndergartenplätze in Haltern bleiben begehrt. „Und es gibt keine Anzeichen für eine sinkende Geburtenrate in Haltern“, deutet Jugendamtsleiter Gisbert Drees bleibende Aufgaben des Jugendamtes an. Aktuell werden 1089 Kinder über drei Jahren und 333 Kinder unter drei Jahren in Tageseinrichtungen betreut. 135 Jungen und Mädchen gehen zu Tageseltern.

Im Ausschuss Generationen und Soziales stellte Gisbert Drees den Bedarfsplan für das nächste Kindergartenjahr 2021/22 vor. Es handele sich, so betonte Drees, um eine erste Fassung, die endgültige werde er im März mit in den Ausschuss bringen. Grundsätzlich zahlten sich die Anstrengungen der letzten Jahre aus: „Wir haben eine hohe Versorgungsquote im U3- und Ü3-Bereich“, ist Drees stolz.

Versorgungsquote von rund 99,5 Prozent

Der Kindergartenbedarfsplan 2021/2022 weist in seiner ersten Fassung

1515 Plätze in Einrichtungen und in der Tagespflege aus (1039 Plätze für Ü3-Kinder und 476 Plätze für U 3-Kinder). Drees: „Für die 631 U3-Kinder mit Rechtsanspruch im Alter von einem bis zu drei Jahren stehen 346 Plätze in Kindertageseinrichtungen sowie 130 Plätze in der Kindertagespflege zur Verfügung.“ Das entspricht einer Quote von 75,4% für U3-Kinder

mit Rechtsanspruch; bezogen auf die Jahrgänge 0 bis 3 liegt die Quote bei 50,3%.

1044 Ü3-Kinder haben ab 2021/22 einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Für diese Jungen und Mädchen werden dank der befristeten Zusatzgruppen in Lavesum und an der Conzeallee 1034 Plätze in den Einrichtungen ausgewiesen, was einer Versorgungsquote von rund 99,5% entspricht.

Kindergarten Lavesum soll erweitert werden

Die Verwaltung wird wie bereits in den Vorjahren die maßgeblichen

Entwicklungen (Bevölkerungsentwicklung, neue Baugebiete, örtliche Bedarfe, Anmeldeverhalten von Eltern) laufend engmaschig ermitteln und analysieren, um so auf mittel- und langfristige neue oder geänderte Bedarfe zeitnah vorbereitet zu sein, heißt es in den Unterlagen zum Ausschuss.

Zu den Perspektiven sagte Gisbert Drees noch:

  • Die befristete sechste Gruppe der städtischen Kita Conzeallee könnte nach heutigem Sachstand am 31.07.2022 auslaufen.
  • Die vierte Gruppe im Pfarrheim Lavesum stellt mit Ablauf des 31.07.2021 den Betrieb ein. Es befindet sich nach wie vor eine dritte Gruppe im Mehrzweckraum der katholischen Kita St. Antonius. Der Träger erwägt eine Erweiterung der Einrichtung, um die Kita dauerhaft dreigruppig zu betreiben.
  • In einigen Kitas laufen Überprüfungen der Betriebserlaubnisse; ohne bauliche Maßnahmen wird in dem einen oder anderen Fall die bisherige Belegung nicht aufrechterhalten werden können (z. B. evangelische Anne-Frank-Kita).

Gisbert Drees deutete an, dass die Kita in den Bossendorfer Katharinenhöfen zur Versorgung noch nicht ausreichen werde. „Eine größere Zahl an Plätzen wird schon rein rechnerisch benötigt, um befristete oder unsichere Plätze zu kompensieren.“ Investor Michael Hiesgen hatte bereits signalisiert, dass er sich durchaus vorstellen könne, einen weiteren Kindergarten in Haltern zu bauen. Ein Grundstück an der Krummen Meer im Westen der Stadt ist dafür reserviert. Die SPD will damit nicht bis 2024 warten und macht Druck. „Wir wollen schnellstens einen weiteren Kindergarten bauen“, sagte Anne Feldmann im Ausschuss.

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Elisabeth Schrief

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