40 Spinnen zu Gast in Flaesheim: Ausstellung lockt neugierige Besucher

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Rund 40 Spinnen konnten die Besucher von Josef Tränklers Spinnenausstellung in Flaesheim am Sonntag erleben. Und zwar hautnah.

Haltern

, 22.07.2019, 14:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
40 Spinnen zu Gast in Flaesheim: Ausstellung lockt neugierige Besucher

Lars Diekämper und Sohn Max haben sich die haarigen Vielbeiner in Flaesheim angeschaut. © Horst Lehr

Einmal eine Riesenspinne auf die Hand nehmen, fühlen wie sich deren haarige Beine neugierig ausstrecken und ihr dabei sanft über den Rücken streicheln: Das konnten die Besucher der Spinnenausstellung am Sonntagnachmittag in Flaesheim erleben. Aussteller Josef Tränkler aus Dortmund hatte rund vierzig der haarigen Krabbeltiere mitgebracht, und in artgerecht eingerichteten Einzelterrarien ausgestellt. Er freute sich über mehr als 100 Besucher und sagte: „Nächstes Jahr komme ich gerne wieder und bringe weitere Attraktionen mit.“

Die Goliath-Vogelspinne, der Star der Ausstellung

In den rund 70 Terrarien gab es neben den vielen verschiedenen Vogelspinnen auch seltene, große Schmetterlinge und bizarr aussehende Käfer in übersichtlichen Exponatschaukästen zu sehen. Der Star in der Ausstellung war mit der „Theraphosa blondi“, auch Goliath-Vogelspinne genannt, die wohl größte Vogelspinne aus Australien. Diese Spinne hat mit 10 Zentimeter Durchmesser gerade erst die fünfte Häutung hinter sich und wird im ausgewachsenen Zustand mehr als doppelt so groß sein. Tränkler erklärt: „Wenn den Spinnen ihr Skelett zu eng wird, häuten sie sich. Dabei werden sie jedes Mal etwas größer.“

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Spinnen und Insektenausstellung in Haltern

Schon beim Eintritt in das abgedunkelte Ausstellungszelt wurden die Besucher durch die mit farbigem Licht erleuchteten, attraktiv eingerichteten Terrarien magisch angezogen. Gut erkennbar hinter Glas konnten sich so auch ängstlichere Menschen unbesorgt den verkannten Insassen nähern und die Prachtexemplare aus der Nähe betrachten.

Besucher nahmen Spinnen selber auf die Hand

Aber nicht nur die Spinnen, sondern auch Skorpione, viele verschiedene Stabheuschreckenarten, Tausendfüßler, Krebse und Schnecken luden zum Betrachten ein. Am Ende des Rundgangs hatte Tränkler für die Besucher eine Videoecke eingerichtet, wo in eindringlichen Bildern die Geschichte zum Wesen und Leben der Spinnen erzählt wurde.

Eva Hoffmann aus Haltern war mit ihrer Familie in die Ausstellung gekommen. Sie sagte: „Ich finde die Spinnen sehr ästhetisch, besonders die auffälligen Farben.“ Lars Diekämper aus Flaesheim war noch etwas mutiger. Er nahm sogar eine der Spinnen in die Hand und sagte danach: „Ich wollte mir einfach einmal eine richtig große Spinne genauer anschauen. Es war schon ein ungewohntes Gefühl auf der Haut.“

Für Tränkler ist das normal: „Durch ihr relativ geringes Gewicht, verteilt auf acht Beine, entsteht auch bei den größeren Spinnen ein eher angenehmes Gefühl beim Hautkontakt.“

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