Polizei informiert über „Wintersünden“ - Motor laufen lassen, kostet 10 Euro

Schnee und Eis

Schnee und Eis forderten die Verkehrsteilnehmer am Morgen heraus. Der Bauhof war gut auf die Wetterverhältnisse vorbereitet. „Wintersünden“ könnten jetzt direkt bestraft werden.

Haltern

, 01.02.2019, 09:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dieser Lkw landete auf der Lippramsdorfer Straße im Graben.

Dieser Lkw landete auf der Lippramsdorfer Straße im Graben. © Guido Bludau

Noch mehr weiße Überraschung mit Eisglätte am frühen Morgen: Einen 40-Tonner hat es auf der Lippramsdorfer Straße erwischt. Das Fahrzeug rutschte in Höhe der Einmündung Wittenberg in den Straßengraben.

Es wurde am Morgen geborgen. Deshalb sollten auf der Strecke keine Verkehrsbehinderungen mehr zu erwarten sein, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Ansonsten meldeten Feuerwehr und Polizei bisher keine besonderen Vorkommnisse.

Allerdings fuhr der Bürgerbus wegen der Witterung nicht pünktlich. Freitag (1.2.) mussten die ersten zwei Touren ausfallen (8.08 Uhr und 9.08 Uhr). Die Tour ab 10 Uhr war wieder halbwegs pünktlich. Auch am Samstag müsse mit Verspätungen gerchenet werden, warnte Hans Kirschbaum für den Bürgerbus-Verein. Auch der Schulbus 88 blieb auf dem Weg zum Schulzentrum liegen und an der B 58 landete in Höhe des Tennisplatzes ein Pkw im Graben.

So teuer sind die „Wintersünden“

Passend zum Schnee hat die Polizei zusammengestellt, was uns sogenannte „Wintersünden“ kosten. Hier geht es zur Liste:

  • Motor warm laufen lassen (10 Euro)

  • Autodach nicht von Schnee befreit (25 bis 35 Euro)

  • Nummernschild verschmutzt (10 Euro)

  • Nicht alle Scheiben freigekratzt (10 bis 35 Euro)

  • Scheinwerfer verschmutzt (20 Euro bis 35 Euro)

  • Keine Winterreifen trotz winterlicher Wetterverhältnisse (60 bis 120 Euro)

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes hatten Donnerstag und Freitag jede Menge zu tun, waren aber gut auf die Wetterverhältnisse vorbereitet. Wegen der Vorhersagen trafen sich die ersten Kräfte an beiden Tagen bereits um 3.30 Uhr. Bis 7 Uhr waren jeweils fünf Fahrzeuge mit zwei Mann Besatzung unterwegs. Danach waren es insgesamt 16 Fahrzeuge, die bis in den frühen Nachmittag für sichere Straßen sorgten.

Täglich rund 30 Tonnen Salz gestreut

Am Donnerstag und Freitag seien rund 30 Tonnen Salz gestreut worden, teilte die Pressestelle der Stadt mit.

Nach einem festen Streuplan werden in Haltern im Bedarfsfall zunächst die Hauptverkehrsadern und Brücken, die Schul- und Rettungswege bearbeitet. Über einen Bereitschaftsdienst, dessen Schicht um 0 Uhr in der Nacht beginnt, werden im Winter regelmäßig die Brennpunkte in Haltern kontrolliert. Im Bedarfsfall aktiviert dieser dann weitere Kollegen.

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