60 Jahre Priester: Werner Schröder feiert kleiner als ihm lieb ist

Pfarrei St. Sixtus

Er ist ein Menschenfreund. Gerade deshalb stimmt es Pfarrer Werner Schröder ein wenig traurig, dass er sein Diamantenes Priesterjubiläum nur in kleinem Kreis feiern kann.

Haltern

, 25.06.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Werner Schröder wünscht sich zu seinem Priesterjubiläum auch ein Wohlbefinden für seine Kirche: „Sie muss nur bereit sein, sich zu verändern.“

Werner Schröder wünscht sich zu seinem Priesterjubiläum auch ein Wohlbefinden für seine Kirche: „Sie muss nur bereit sein, sich zu verändern.“ © Elisabeth Schrief

Werner Schröder ist seit 1975 Seelsorger in Haltern. Hier zog es ihn niemals wieder fort, auch nicht, als er sich im Alter von 70 Jahren als Vicarius Cooperator und damit „halber“ Pensionär zurückzog. Er ist bis heute in der Halterner Seelsorge tätig - soweit es ihm seine Kräfte erlauben.

In all den Jahren hat er viele Freunde um sich versammelt. Mit ihnen allen hätte er gern ein besonderes Jubiläum gefeiert: Am 29. Juni 1960 - also vor 60 Jahren - wurde er im Münsteraner Dom zum Priester geweiht. Erinnernd daran findet am Sonntag (28. Juni) ein Gottesdienst in der Sixtuskirche statt. Wegen Corona gelten allerdings Einschränkungen.

Um 10 Uhr beginnt in der Pfarrkirche der Dankgottesdienst. Werner Schröder hat ihn akribisch vorbereitet. Wer teilnehmen möchte, muss sich zuvor im Pastoralbüro anmelden. Am Ende der Eucharistiefeier wird der frühere Weihbischof Dieter Gerlings ein Grußwort sprechen. Anschließend sind alle Gottesdienstteilnehmer eingeladen, unter Einhaltung des nötigen Sicherheitsabstandes dem Jubilar auch persönlich zu gratulieren. Doch einen Empfang kann es wegen der Corona-Pandemie nicht geben.

Statt persönlicher Geschenke würde Pfarrer Schröder sich über eine Spende für die verschiedenen Aufgaben der Caritas in Haltern am See freuen, teilt die Pfarreileitung mit.

Spenden für Caritasarbeit

Pfarrer Werner Schröder wünscht sich zu seinem besonderen Priesterjubiläum keine Geschenke, sondern eine Spende für die Caritasarbeit vor Ort. Es gibt ein Sonderkonto: Diamantenes Priesterjubiläum W. Schröder, IBAN: DE66 4016 4528 0104 730 200, Volksbank Südmünsterland-Mitte eG. Auch die Kollekte im Dankgottesdienst ist für diesen Zweck bestimmt.

Als Werner Schröder 1975 als Pfarrer nach St. Laurentius entsandt wurde, traf er auf Menschen, die im Miteinander lebten. „Das war mir auf Anhieb sympathisch.“ Er ermunterte die Laien, so fortzufahren und zu zeigen: „Wir sind Gemeinde.“

Werner Schröder kam in Gelsenkirchen-Buer zur Welt, in Marl-Polsum wuchs er mit zwei Schwestern auf. Ab 1954 studierte er Theologie in Münster und München, am 29. Juni 1960 wurde er zum Priester geweiht.

Seine Kaplanszeit absolvierte Werner Schröder in Marl-Drewer, ab 1963 unterrichtete er an einem Gymnasium in Emmerich. 1975 wechselte als Pfarrer in die Laurentius-Gemeinde Haltern, ab 1986 gehörte auch die Seelsorge in St. Antonius Lavesum zu seinen Aufgaben. Werner Schröder war außerdem 15 Jahre Dechant. Im Miteinander von Haupt und Ehrenamtlichen und getrieben von einer Aufgeschlossenheit allem Neuen gegenüber hat er viel bewegt, unter anderem initiierte er die Gründung des Caritasverbandes.

Im Alter von 70 Jahren zog er sich als Vicarius Cooperator zurück und nahm sich mehr Zeit für seine Hobbys: Musik, Kunst und Literatur. Werner Schröder wohnt mitten in der Stadt, weil er Begegnungen liebt.

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