Drei Jugendgruppen aus Haltern wollen in 72 Stunden die Welt besser machen

mlz72-Stunden-Aktion

Es sind 72 Stunden. In dieser kurzen Zeit wollen Jugendgruppen, basierend auf einer Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend Münster, Gutes tun. Drei Halterner Teams sind dabei.

Haltern

, 22.05.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Welt ein Stückchen besser machen - das ist das Motto der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend Münster. Jugendliche im ganzen Land kümmern sich von Donnerstag bis Sonntag (23. bis 26. Mai) um soziale Aktionen in ihrem lokalen Umfeld. In der Pfarrei St. Sixtus gibt es gleich drei Gruppen, die sich daran beteiligen.

Der Film „Spätzünder“ war der Auslöser

„Wir haben lange überlegt, was wir machen wollen“, erzählt Thomas Drees, Kantor von St. Sixtus und Leiter des Jugendchors. Am Ende sei es der Film „Spätzünder“ mit Jan Josef Liefers gewesen, der als Aufhänger gedient hätte. In dem Film macht der Hauptdarsteller mit Bewohnern eines Altenheims Musik. „Da haben wir uns überlegt, dass wir das auch machen könnten. Musik verbindet schließlich nicht nur Nationen, sondern auch Generationen“, erklärt der Kantor.

Der Bewohner-Chor des Halterner Altenheims war von der gemeinsamen Aktion begeistert. In 72 Stunden wollen Jugendliche und Senioren für einen abschließenden Auftritt proben. Doch für Thomas Drees brachte das Ganze zu Beginn auch einige Herausforderungen mit sich: „Ich musste mir überlegen, wie man die Gruppen vernetzen kann. Schließlich sind das ganz unterschiedliche Musikstile.“

1000 und eine Nacht im St.-Sixtus-Hospital

Die Überraschung war bei ihm am Ende groß, als der Kantor die ersten Lieder des Bewohner-Chors mit zu den Jugendlichen brachte: „Die hatten wirklich total Spaß daran. Das hätte ich nicht gedacht.“

Gemeinsam haben sich die beiden Gruppen jetzt für das Lied „1000 und eine Nacht (Zoom!)“ entschieden. Die Jugendlichen singen die schwierigen Stellen in den Strophen, die Senioren steigen im Refrain mit ein. Aufgeführt wird das Ganze dann am 26. Mai (Sonntag) um 16 Uhr in der Cafeteria des St.-Sixtus-Hospitals. Dort findet danach der Abschluss der Aktion mit allen Halterner Teilnehmern statt.

Messdiener und KLJB sind auch dabei

Auch die Messdiener von St. Laurentius werden dann dabei sein. Sie haben sich für eine Aktion in Kooperation mit der Caritas und „Anti-Rost“ entschieden. Gemeinsam werden sie sich an allen drei Tagen darum kümmern, die Notunterkunft für Obdachlose wieder auf Vordermann zu bringen. Da diese an den drei Tagen aber natürlich nicht leer steht, werden die Bewohner die Jugendlichen bei der Arbeit unterstützen.

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) kümmert sich in den 72 Stunden um die jüngsten Halterner. Im Kindergarten St. Lambertus in Lippramsdorf kümmern sie sich um die Verschönerung des Geländes. Neben der Erneuerung der „Sinnesschlange“, an der die Kinder ihre Sinne austesten können, soll auch ein Fahrzeugparcous für Laufräder und Bobbycars entstehen. In dessen Mitte ist ein „Baumstammwirrwarr“ geplant, auf dem die Kinder klettern können und das auch dieses Gelände ein Stückchen besser machen sollte.

Was ist die 72-Stunden-Aktion?

Die 72-Stunden-Aktion ist eine Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände. In 72 Stunden werden dabei in ganz Deutschland Projekte umgesetzt, die die „Welt ein Stückchen besser machen“. Dieses Motto ist der Ausgangspunkt aller Aktivitäten rund um die Aktion im Jahr 2019. Die Projekte greifen politische und gesellschaftliche Themen auf, sind lebensweltorientiert und geben dem Glauben „Hand und Fuß“. Als teilnehmende Gruppe setzt man sich konkret vor Ort im eigenen Sozialraum ein. Einen Raum, dessen Bedingungen und Probleme man kennt.
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt