Abenteuerliche Reise ins alte Russland

HALTERN Wer das Wochenende mit einem kurzweiligen Ausflug in die russische Kultur beginnen wollte, der war am Freitagabend in der St. Marien-Kirche goldrichtig.

von Von Daniel Schlichter

, 13.01.2008, 18:24 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zu Gast waren nämlich die „Maxim Kowalew Don Kosaken“ und schenkten dem zahlreich erschienenen Publikum eine gelungene Kombination aus russisch-orthodoxer Kirchenmusik und traditionellen Volksweisen. In zwei Abschnitte eingeteilt begann der einst von Maxim Kowalew gegründete Kosakenchor den Abend mit Stücken wie dem von Bach und Gounod gemeinsam komponierten „Ave Maria“ oder Bortnianskis „Ich bete an die Macht der Liebe“.

Stimmgewalt überzeugte

In jedem Ton überzeugte die Stimmgewalt des Männerchores. Besonders wenn das gemeinsame Unisono sich in die Mehrstimmigkeit auflöste und so die ganze Klangvielfalt der acht Sänger bewies, bebte das Kirchenschiff. Abgeschlossen wurde der erste Teil des Konzertes, der viel zu kurz erschien, mit dem Wunsch nach Gesundheit für alle Anwesenden und dem Stück „Auf viele Jahre“.

Weniger besinnlich

Nachdem nun einige die Gelegenheit der kurzen Pause genutzt hatten, um den ein oder anderen Tonträger der Kosaken zu erstehen, ging es im zweiten Teil deutlich weniger besinnlich zu: Begleitet von einem Akkordeon trugen die Sänger russische Volks-, Tanz- und Marschlieder vor und sorgten nach dem eher melancholischen ersten Teil nun für gehobene Stimmung im voll besetzten Kirchenschiff.

Stolzer Blick

Bei den zahlreichen Soli trat jeweils einer der Männer nach vorne und besang mit stolzem Blick und militärischer Haltung Geschichten aus russischen Volksweisen. Das Publikum ging mit und belohnte die acht Sänger nach jedem Stück mit viel Applaus. Hierbei überzeugte besonders Dirigent und erster Tenor Vitali Süsskind mit seinem beeindruckenden Stimmumfang. Räubergeschichten, Lieder von der Freiheit und der Weite ihres Landes: So mitreißend und beeindruckend präsentierten sich die Kosaken vom Don, dass zum Ende des Konzertes hin kein Fuß mehr still stehen konnte, das Publikum mit stehendem Beifall und rhythmischem Klatschen die acht Konzertanten bejubelte und sich damit für ein abwechslungsreiches Konzert bedankte.  

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