Abstiegsduell: TuS Haltern am See reist zum ausgeruhten Wuppertaler SV.

Fussball Regionalliga West

Nach dem Topspiel gegen RW Essen wartet auf den TuS Haltern am See am Samstag (14 Uhr) die nächste Hürde im Kampf um den Klassenerhalt. Die Niemöller-Elf ist beim Wuppertaler SV zu Gast.

Haltern am See

von Olaf Krimpmann

, 07.03.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für Arda Nebi und seine Mitspieler vom TuS Haltern am See hat die Partie gegen RW Essen viel Kraft gekostet.

Für Arda Nebi und seine Mitspieler vom TuS Haltern am See hat die Partie gegen RW Essen viel Kraft gekostet. © Thomas Braucks

Im Lohrheidestadion war die Nachspielzeit fast abgelaufen, als der TuS Haltern gegen Rot-Weiss Essen doch noch eine Chance zum Kontern bekam – und damit auf einen Lucky Punch kurz vor Toreschluss. Arda Nebi spurtete von der Mittellinie noch einmal los. Oder besser: Er versuchte es.

30 Meter vor dem Essener Tor ging dem Halterner Stürmer der Sprit aus: Statt ins Dribbling zu gehen, drosch Nebi den Ball mit letzter Kraft hoch und weit in die Kurve. Um ein paar Sekunden herauszuholen.

Alles herausgehauen

Eine Szene, die symptomatisch war: Arda Nebi und seine Kollegen hatten gegen den haushohen Favoriten am Mittwochabend alles herausgehauen. „Das ist eben der Unterschied zur Oberliga“, sagt TuS-Trainer Magnus Niemöller. „In der Regionalliga treffen wir auf Profis, und die spielen am Ende eben ihre physischen und athletischen Vorteile aus.“

Immerhin: Der TuS verteidigte das 1:1 gegen RWE. An ein reguläres Training, an eine intensive Vorbereitung aufs das Regionalliga-Duell beim Wuppertaler SV war in Haltern am Donnerstag und am Freitag nicht zu denken. „Wir können nur regenerativ arbeiten“ sagt Niemöller. „Alles andere macht keinen Sinn.“

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Die Aufgabe für Niemöller und sein Team dabei: die Spieler zu identifizieren, die sich am frühen Samstagnachmittag im Stadion am Zoo mit der nötigen Frische in die Zweikämpfe stürzen. Denn: Gastgeber Wuppertal geht bestens ausgeruht ins Spiel. Der Tabellen-15. war zuletzt am 15. Februar beim 1:4 gegen den SV Rödinghausen im Einsatz. Das Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen am 29. Februar fiel dem schlechten Wetter zum Opfer.

„Der Boden wird tief sein. Wir gehen davon aus, dass es ein absolutes Kampfspiel um jeden Grashalm wird“, prognostiziert Magnus Niemöller. Es wäre nicht überraschend, wenn zwei Tabellennachbarn um Platz 14 spielen, der sicher zum Klassenerhalt reichen würde. Da trifft es sich gut, dass Marvin Möllers nach seiner Gelbsperre gegen RWE zurückkehrt.

Die Regionalliga-Saison ist noch lang genug

Während in Wuppertal schon von einer „Woche der Wahrheit“ die Rede ist, hält der Halterner Trainer den Ball (noch) flach: „Wenn es der letzte Spieltag wäre, müssten die Schlagzeilen anders lauten. Aber noch gibt es genug Spiele.“ Mit einem Remis – wie im Hinspiel – könnte der TuS sicher leben. Als Muster taugt das das 2:2 aus der Mondpalast-Arena von Anfang September kaum. Dazu haben sich beide Mannschaften zu sehr verändert.

Vor allem der Wuppertaler SV: Der hat in der Winterpause nicht nur ein halbes Dutzend neuer Kicker verpflichtet, darunter den Ex-Wattenscheider Marwin Studtrucker, der an der Seite von Gianluca Marzullo für den WSV angreift. Mit Pascal Bieler kam auch der dritte Trainer in dieser Saison.

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