Spendenaktion

Ajuda Haltern hilft Kindern in Not in Brasilien und bittet um Spenden

Die Brasilien-Kinderhilfe Ajuda aus Haltern möchte wieder Lebensmittelpakete nach Brasilien schicken. Das Land ist besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen.
Die Ajuda-Projektpartner verteilen die Hilfspakete vor Ort. © Privat

Bereits zum siebten Mal möchte der Halterner Verein „Ajuda – Hilfe für Kinder in Brasilien“ mit der Unterstützung aus der Bevölkerung bis Heiligabend Lebensmittelpakete für Familien im nordostbrasilianischen Crato schnüren – in diesem Jahr unter den erschwerten Bedingungen einer globalen Pandemie, die besonders die Ärmsten der Armen hart getroffen hat und immer noch trifft.

„Eine sogenannte „Cesta Básica“ beinhaltet wichtige, regionaltypische Grundnahrungsmittel wie Milch, Öl, Margarine, Reis und Bohnen. Eine vierköpfige Familie kann sich einen Monat lang davon ernähren – für umgerechnet 12,50 Euro. Ab sofort können Interessierte diese Pakete spenden. Auf der Website www.ajuda-hilfe.de lässt sich nachverfolgen, wie viele Pakete bereits zusammengekommen sind“, teilt die Hilfsorganisation mit.

Corona-Krise hat schwere Auswirkungen

In Brasilien hat die Corona-Krise ganz besonders schwere Auswirkungen. Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen mittlerweile unter 20.000 pro Tag liegt, hat Brasilien nach den USA und Indien die meisten Corona-Infektionen weltweit und verzeichnet nach den USA mit derzeit 170.000 die zweithöchste Zahl der in Verbindung mit Corona registrierten Todesfälle (Stand: Ende November 2020).Die Lebensmittelpakete sichern die Existenz vieler Familien.

Die Lebensmittelpakete sichern die Existenz vieler Familien.
Die Lebensmittelpakete sichern die Existenz vieler Familien. © Privat © Privat

Auch gesundheitliche Risiken minimieren

Ajudas Projektpartner in Rio de Janeiro und Crato berichten, dass die Menschen mit Großfamilien in kleinen Behausungen wohnen: „In Rio leben bis zu 50.000 Menschen auf einem Quadratkilometer. Viele haben ihre Arbeit verloren, der informelle Sektor bricht vielerorts zusammen und es mangelt akut an Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Die Leute werden zu Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen aufgefordert. Das Problem ist, dass der Großteil der Bevölkerung gerade in den Projektregionen keinem festen Arbeitsverhältnis nachgeht. Was machen Tagelöhner oder Honorarkräfte? Sie gehen auf der Suche nach Einkommen auf die Straße und bringen damit sich und die Gesellschaft in Gefahr. Die Alternative: Sie und ihre Familien hungern. Gespendete Lebensmittelkörbe können diese Not abmildern und nicht nur satte Weihnachten sondern auch ein Fest mit minimiertem gesundheitlichen Risiko bescheren.“

Schlimmste Engpässe auffangen

Ajudas Partner versuchen in den Vierteln über COVID-19 aufzuklären und die Bewohner mit dem Nötigsten zu versorgen. Mit der Kampagne „Wer Hunger hat, hat es eilig“ werden bereits seit April Lebensmittelpakete gesammelt und verteilt. Zu Weihnachten möchte Ajuda nun zum Jahresende noch einmal die schlimmsten Engpässe auffangen.

Spendenkonto: IBAN DE09 4265 1315 0007 0054 73, Stadtsparkasse Haltern am See, Verwendungszweck: Cesta Basica.

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