Aktion: Halterner Landwirte wollen sich einfach mal bedanken

mlz„Bauern sagen Danke“

Seit dem 4. Mai rollt er durch Deutschland, am Mittwoch machte er auch in Haltern Station: ein Anhänger, mit dem sich die heimischen Bauern bedanken wollen.

Haltern

, 28.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Hintergrund der Aktion ist, dass sich der Umsatz regionaler Produkte in der letzten Zeit um rund 30 Prozent gesteigert hat“, sagt Landwirt Tobias Beermann aus Hullern. Er gehört zum Orga-Team Halterner Landwirte, die sich der Aktion „Land schafft Verbindung“ angeschlossen haben.

Die Landwirte wollen ihre Anliegen gemeinsam vertreten und auch in der Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen. Der Verband hat auch den Anhänger mit der Aufschrift „Bauern sagen Danke“ ins Leben gerufen.

Tour durch die Innenstadt zum Raiffeisenmarkt

Begonnen hat die Aktion im westfälischen Oelde. Seit Anfang Mai rollt der Anhänger jetzt zunächst durch Nordrhein-Westfalen. Am Mittwoch holten ihn die Halterner Landwirte aus Nottuln in die Seestadt, fuhren eine Tour durch die Innenstadt zum Raiffeisenmarkt, wo der Anhänger am Abend Station machte.

„Da die Corona-Zeit auch viele unserer Vorhaben ausgebremst hat, kamen unsere Kollegen in Oelde auf die Idee, in dieser Zeit einfach mal den Verbrauchern Danke zu sagen“, so Tobias Beermann, der mit mehreren Halterner Landwirten auf ihren Treckern den Anhänger durch Haltern gezogen hat. Er soll bis zum Jahresende in ganz Deutschland unterwegs sein und wird gegen Weihnachten wieder in NRW zurückerwartet.

Spendensammlung für „Ärzte ohne Grenzen“

Die Landwirte verbinden die Aktion mit einer Spendensammlung für „Ärzte ohne Grenzen“, deren Arbeit sie gern unterstützen möchten. „Das ist kein Muss. Aber wer möchte, kann sich gern mit einer Spende an Ärzte ohne Grenzen mit den Landwirten solidarisch zeigen“, sagt Tobias Beermann. Spenden sind möglich auf das Konto mit der IBAN DE72 3702 0500 0009 7097 00, Verwendungszweck: „Bauern sagen Danke“.

Als sich die Landwirte auch in Haltern in dem Bündnis „Land schafft Verbindung“ Ende letzten Jahres zusammenschlossen, ging es ihnen vor allem darum, dass nicht nur über sie, sondern auch mit ihnen geredet wird. In der Zwickmühle zwischen Auflagen, die immer höhere Kosten verursachten, und Freihandelsabkommen, die den Import von Billigprodukten beispielsweise aus Lateinamerika erleichtern, sahen sich die Bauern in die Enge getrieben.

Öffentlichkeitswirksame Aktionen werden durchgeführt

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hatte sich kontinuierlich verringert. Die heimische Lebensgrundlage der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft erhalten und fördern, das haben sich die Landwirte deshalb auf ihre Fahnen geschrieben. Auch öffentlichkeitswirksame Aktionen werden geplant und durchgeführt. Der „Bauern-sagen-Danke“-Anhänger ist eine davon.

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