Alexander Lebenstein ist Ehrenbürger

HALTERN Den Beschluss, Alexander Lebenstein mit der Ehrenbürgerschaft auszuzeichen, fasste der Rat schon vor einigen Wochen. Bei einer Sondersitzung am Mittwochabend wurde dem 80-Jährigen die Urkunde verliehen.

von Von Thomas Liedtke

, 04.06.2008, 21:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bodo Klimpel überreichte Alexander Lebenstein den Ehrenbürger-Brief.

Bodo Klimpel überreichte Alexander Lebenstein den Ehrenbürger-Brief.

Die Ehrenbürgerurkunde trägt nicht nur die Unterschrift des Bürgermeisters, sondern die Namenszüge sämtlicher Ratsmitglieder und der Dezernenten. "Wir wollen damit vor aller Augen demonstrieren, dass alle Mitglieder dieses Hauses die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Alexander Lebenstein nicht nur mit beschlossen haben, sondern sie auch aktiv unterstützen", so Bürgermeister Bodo Klimpel in seiner Laudatio. Auch der ganz überwiegende Teil der Bürgerschaft habe den Beschluss nicht nur mitgetragen, sondern ausdrücklich unterstützt. Lebensteins Bereitschaft, jetzt die Ehrenbürgschaft anzunehmen war dennoch keineswegs selbstverständlich, wie Klimpel mit bewegter Stimme betonte: „Es wäre menschlich nur allzu verständlich, dass man von denjenigen, die einen mit Schimpf und Schande überzogen und vertrieben haben, eigentlich kein Geschenk annimmt. Von denen lässt man sich eigentlich nicht ehren.“

"It was painfull work"

Dass es tatsächlich keine leichte Entscheidung war, wurde in Lebensteins Ansprache deutlich, die er in deutscher und englischer Sprache hielt. „It was painfull work (Es war schmerzhafte Arbeit)“, schilderte er den Annäherungsprozess, bei dem er aber sein Wurzeln in Haltern entdeckte. Die meiste Zeit seines Lebens habe er mit Hass gelebt, bekannte Lebenstein. Alleine hätte er den nicht überwinden können. Geholfen hätten ihm dann die Schüler in Haltern. „Die Kinder sind eure Hoffnung“, rief er den Gästen zu

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