Alexander Lebenstein soll Ehrenbürger werden

HALTERN Bürgermeister Bodo Klimpel bringt in die nächste Ratssitzung den Antrag ein, Alexander Lebenstein zum Ehrenbürger der Stadt Haltern zu ernennen.

von Von Elisabeth Schrief

, 28.01.2008, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alexander Lebenstein hat signalisiert, dass er die Ehrenbürgerwürde gern annehmen würde.

Alexander Lebenstein hat signalisiert, dass er die Ehrenbürgerwürde gern annehmen würde.

Er dürfte damit auf die Sympathien aller Parteien stoßen. Wir sprachen mit ihm über das überraschend bekannt gegebene Vorhaben.

Warum kommt der Vorschlag zu diesem Zeitpunkt?

Bodo Klimpel: Als Zeitpunkt, eine öffentliche Ehrung Alexander Lebensteins durch seine Heimatstadt Haltern am See vorzuschlagen, schien mir der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar geeignet. Denn in der Person Alexander Lebensteins und seinem Wirken ist ja beides verkörpert: das Leiden der Holocaust-Opfer, aber auch die Versöhnung und die Mahnung zu Toleranz, Versöhnung und Freundschaft.

Was wollen Sie mit Ihrem Antrag zum Ausdruck bringen?

Bodo Klimpel: Alexander Lebenstein hat durch seine mehrfachen Besuche in Haltern besonders Schüler und junge Menschen angesprochen, ihr Interesse an seiner leidvollen Lebensgeschichte erweckt und sie zu tolerantem Handeln aufgerufen. Niemand anderes als er hätte das so authentisch tun können. Gleichzeitig hat Alex Lebenstein aber auch bei den Mitbürgern seiner neuen Heimat USA und in der dortigen jüdischen Gemeinde für Toleranz und Versöhnung mit Deutschland und den Menschen seiner alten Heimat geworben.

Was beinhaltet eine Ehrenbürgerschaft?

Bodo Klimpel: Die Ehrenbürgerschaft ist die höchste Anerkennung, die eine Stadt vergeben kann. Damit sind zwar keine materiellen Vorteile verbunden. Dennoch hat eine Ehrenbürgerwürde, wohl auch im Ansehen der Bevölkerung, einen sehr hohen Rang. Wie selten bei uns eine solche Ehrung ist, wird auch dadurch deutlich, dass die Stadt seit über 50 Jahren eine solche Würde nicht mehr vergeben hat.

Lesen Sie jetzt