Altersgemischtes Lernen macht Kindern Spaß

HALTERN Mit breiter Mehrheit im Kollegium wird das jahrgangsübergreifende Lernen an der Eichendorff-Schule weitergeführt. Der Zuspruch wurde durch das Ergebnis einer internen Überprüfung gestärkt. "Wir sind auf dem richtigen Weg", bestätigte Schulleiterin Anette Jung.

von Von Silvia Wiethoff

, 17.01.2008, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Altersgemischtes Lernen macht Kindern Spaß

Soziale Kompetenz

Soziale Kompetenz

Besonders erfreulich scheint sich das jahrgangsübergreifende Modell auf die soziale Kompetenz der Kinder auszuwirken. In 38 Schülerinterviews beantworteten die Kinder Fragen zu diesem Bereich. Dabei wurde zum Beispiel deutlich, dass das Alter bei der gegenseitigen Hilfe keine Rolle spielt. Insgesamt gaben die Kinder 60 positive Bewertungen zum gemeinsamen Unterricht verschiedener Jahrgänge ab. Der Unterricht sei interessanter und werde durch unterschiedliches Wissen bereichert. Es gebe mehr Spaß und man kenne bereits Kinder aus der Nachbarschaft oder dem Kindergarten. Negativ fanden einige Schüler, dass es ihnen manchmal zu laut im Unterricht ist. Das Konfliktpotenzial ist laut Studie eher gering. Häufig seien die Kinder selbst in der Lage, Probleme zu lösen. Insgesamt sei die Gruppenarbeit geprägt von Akzeptanz und Wertschätzung.

Eltern einbinden

Gerade weil in der letzten Zeit so viel Kritik an die Schule herangetragen wurde, zeigte sich auch Annette Jung vom Ergebnis der Analyse überrascht. Vor dem Hintergrund der Fluktuation in Richtung anderer Grundschulen will die Schulleiterin die Eltern weiterhin in das Modell einbinden und auf Vorschläge eingehen. So werde mit dem neuen Halbjahr das Kurssystem im Fach Mathematik eingeführt. Die Klassen 1/2 werden gemeinsam unterrichtet, die Klassen 3 und 4 getrennt. Eine Durchlässigkeit je nach Lernstand soll aber weiterhin gegeben sein.

Wie kaum eine andere Einrichtung gehe die Eichendorff-Schule auf die Eltern ein, bestätigte Schulpflegschaftsvorsitzende Manuela Peters. Sie hofft auf weitere Fortschritte und sieht die Mehrheit der Eltern hinter dem Modell.

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