Angelika Milster brillierte

HALTERN „Es gibt die Jungen Tenöre, die 10 Tenöre, die Deutschen Tenöre, die Dicken Tenöre. Jetzt probiere ich das mal.“ Und Angelika Milster probierte er richtig gut. Mit ihrem außergewöhnlichen Programm „Classic meets Musical“ begeisterte das Multitalent am Montagabend ihre Fans in der Sixtus-Kirche.

von Von Benjamin Glöckner

, 29.01.2008, 11:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Multitalent Angelika Milster begeisterte mit ihrem Programm "Classic meets Musical" die Zuhörer in der Sixtus-Kirche.

Das Multitalent Angelika Milster begeisterte mit ihrem Programm "Classic meets Musical" die Zuhörer in der Sixtus-Kirche.

Dass dieser Abend etwas anders werden würde, als man von „der Milster“ gewöhnt ist, wurde schon zu Beginn klar. Denn als das Licht in der Kirche auf ein Minimum reduziert und die ersten Orgeltöne von Milsters Begleiter Jürgen Grimm angespielt wurden, setzte Totenstille ein.

Kaum erklang ihre Stimme zum ersten Mal, bekam man Gänsehaut. Die Töne schienen mit dem Gebäude zu verschmelzen. Aus jeder Richtung trat die glasklare Stimme an das Ohr des Zuhörers. Und das war sicher nicht nur der hervorragenden Akustik zu verdanken. Die Künstlerin überzeugte einfach auf ganzer Linie. Das abwechslungsreiche Programm gab ihr zudem die Möglichkeit, ihre Wandlungsfähigkeit zu präsentieren. Zurückhaltend und ohne große Gesten intonierte sie etwa „Guten Abend, gute Nacht“. Bei Stücken wie „Ave Maria“ zeigte sich jedoch, wie kraftvoll ihre Stimme sein kann.

"Musik muss man hören"

Zwischen den Stücken gab es kaum Ankündigungen und Informationen.  „Musik kann man nicht erklären, man muss sie hören“, war Milster überzeugt. Dennoch schaffte sie es, mit kleinen Anekdoten zu unterhalten. „Ich habe mich gerade mit einer Textzeile verhauen. Ich singe das Lied aber nicht noch mal“, erntete Milster Lacher. Bei einem italienischen Stück sei ihr der Fehler auch zu verzeihen. Im weiteren Verlauf löste sie sich von den sakralen Klängen.  

Musicalsongs und eigene Lieder standen dann auf dem Programm. „Gold von den Sternen“ aus dem Musical „Mozart“ oder „Du bist wie der Wind“ waren nur einige der Titel aus dem zweiten Teil des Konzerts.

Stehende Ovationen

Drei Mal gab es stehende Ovationen für die Künstlerin. Als dann die ersten Töne von „Mondlicht“ aus „Cats“ zur ersten Zugabe erklangen, ging ein zufriedenes „Ah“ durchs Publikum. Und das fasste dieses Konzert sehr gut zusammen. Ohne eine zweite Zugabe ließen sie die Sängerin allerdings nicht gehen.

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