Angelsportverein sucht eigenes Gewässer

Lippeabschnitt verpachtet

Der Angelsportverein Lippramsdorf feierte unlängst mit Sebastian Arentz Erfolge. Umso mehr stört es die Mitglieder, dass sie für ihre Angelgewässer reisen müssen, obwohl die Lippe praktisch vor der Tür liegt.

LIPPRAMSDORF

von Von Elisabeth Schrief

, 04.10.2011, 15:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf Erfolge, wie hier durch Sebastian Arentz, kann der Angelsportverein stolz sein. Doch ein eigenes Gewässer zum Angeln fehlt dem Verein trotzdem.

Auf Erfolge, wie hier durch Sebastian Arentz, kann der Angelsportverein stolz sein. Doch ein eigenes Gewässer zum Angeln fehlt dem Verein trotzdem.

Der Barsch ließ sich mit Gummibärchen ködern, der Stör mit Honigkäse. Dicke Fische und Kurioses hängen zuweilen an den Lippramsdorfer Angelschnüren. Den größten Erfolg angelte sich gerade Sebastian Arentz. Der 15-Jährige kämpfte in Bottrop-Kirchhellen 75 Minuten erfolgreich mit einem 1,45 Meter langen Stör (wir berichteten). In der Freude darüber schwingt beim 1. Vorsitzenden Guido Owschanny ein wenig Bedauern mit: „Wir haben das Wasser vor der Tür, aber kein eigenes Angelgewässer.“ Hier liegt das besondere Problem des Vereins. Die Lippe ist zwischen Haltern und Dorsten an den Marler Angelverein verpachtet, der wiederum keinen „Untermieter“ haben möchte. So stehen den Lippramsdorfern nur Verbandsgewässer zur Verfügung. Dafür müssen sie weitere Wege in Kauf nehmen. Der Kanal in Flaesheim ist noch gut zu erreichen, Ochtrup, Heek oder Holtwick bei Coesfeld erfordern wesentlich mehr Aufwand. „Wir suchen dringend ein eigenes Gewässer in der Nähe“, sagt der Vorsitzende in der Hoffnung, jemand könnte dem Verein unter die Arme greifen. Guido Owschanny leitet seit zwölf Jahren den Angelsportverein. Er kennt gute Zeiten mit 100 Mitgliedern und weniger gute mit 35.Drei Jugendliche Einen Auf- und Abwärtstrend gibt es auch in der Jugendabteilung. Derzeit betreut Jugendwart Bernd Thiebaut drei: Jakob (14), Max (16) und Sebastian. Sebastian Arentz geht immer mit seinem Großvater Johannes Große-Onnebrink angeln. Den Adrenalin-Kick, wenn ein Fisch den Köder verschluckt hat, liebt er besonders. „Jugendliche müssen Erfolg haben“, sagt Johannes Große-Onnebrink, sonst verlieren sie die Freude am Hobby. Und auch der Zusammenhalt ist wichtig. Einmal im Jahr organisiert der ASV deshalb eine Jugendfreizeit. Zehnmal im Jahr angeln Erwachsene und Jugendliche gemeinschaftlich, viermal im Jahr findet ein Stammtisch in der Gaststätte „Zur Freiheit“ statt. Den Angelschein kann man mit 14 Jahren ablegen, ab 6 Jahren darf man mit einem Begleiter ans Gewässer. „Wir sind eine schöne Gemeinschaft und haben viel Spaß miteinander“, lädt Guido Owschanny ein, anzubeißen. Gäste sind immer willkommen.  

Der Angelsportverein Lippramsdorf gründete sich 1983. Alle Treffen finden gemeinsam mit Senioren und Jugend statt. Vorsitzender ist Guido Owschanny, Jugendwart Bernd Thiebaut. Beide sind gern Ansprechpartner für Interessierte, die dem Angelsport als Hobby nachgehen möchten. Das nächste Vereinsangeln (Abangeln) ist am Samstag, 8. Oktober. Treffen ist um 13 Uhr am Schacht AV 8 in Lippramsdorf. 

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