Ankerpunkt für regionalen Tourismus

2Stromland

Das 2Stromland zwischen Lippe, Stever und Dortmund-Ems-Kanal soll zu einem „Experimentierraum“ und „Wissensspeicher“ in Sachen Natur- und Raummanagement werden. Damit hat 2Stromland Relevanz für die Regionale 2016.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 11.03.2012, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Über Inhalte dieses Projektes informierten Baudezernent Wolfgang Kiski und sein Mitarbeiter Gunther Albrecht im Stadtentwicklungsausschuss. Haltern hat gerade den Förderbescheid für die Lippequerrung in Flaesheim (Hof Natrop) sowie Gestaltung von Ein- und Ausstiegsstellen für Kanufahrer bekommen (wir berichteten). 344 000 Euro liegen dafür im Fördertopf. Um das Vorhaben in Gang zu bringen, werden noch im März Gutachter ihre Arbeit aufnehmen.

Ziel von 2Stromland ist, den etwa 8000 Hektar großen „vergessenen“ Raum zwischen Lippe, Stever und Dortmund-Ems-Kanal ganzheitlich zu entwickeln, die interkommunale Zusammenarbeit der Projektpartner langfristig zu sichern und mit allen gesetzten Maßnahmen einen ökonomischen und ökologischen Mehrwert zu erzielen. Wolfgang Kiski nannte als herausragende 2Stromland-Idee den 600 Hektar großen Hutewald auf Olfener und Halterner Gebiet (mit Unterbrechungen) bis zur Westruper Heide.

Dieser als Weide genutzte Wald dient in Teilen als Kompensationsfläche für Industriebau. Die Flächen gehören vorwiegend der RAG Deutsche Steinkohle, der Gelsenwasser AG und der Stadt. Eine noch zu gründende Landschaftsagentur soll für diesen Hutewald ein Konzept entwickeln. Dieses Projekt reichte die Stadt am 20. Januar bei der Regionale 2016 ein, am 29. März wird entschieden, ob sich die Stadt damit um eine Kategorie in der Rangliste verbessern kann.

Haltern wird im Rahmen von 2Stromland seine Stellung als Ankerpunkt für den regionalen Tourismus weiter ausbauen können. Davon ist Wolfgang Kiski überzeugt. An der Stadtmühlenbucht und Strandallee befindet sich der westliche Einstieg ins 2Stromland. Mit einem Wassermodell en miniature wird dieser Bereich zu einem besonderen Erlebnisraum. Anette Fleuster (Bündnis 90/Die Grünen) lobte stellvertretend für die Politik im Ausschuss die „kreative, zukunftsweisende Planung.“

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