Matsch und Staub auf der Lippramsdorfer Straße - Das steckt hinter den Verunreinigungen

mlzLkw-Verkehr

Zurzeit wird tonhaltiges Material zur Deichbaustelle bei Lippramsdorf transportiert. Das geht per Lastwagen. Der Lippeverband muss aber zusätzlich Reinigungsfahrzeuge einsetzen.

Haltern

, 27.10.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit zwei Wochen sind wieder mehr Lastwagen zur Baustelle des HaLiMa-Deiches (Haltern/Lippramsdorf/Marl) in der Nähe von Lippramsdorf unterwegs. Auf der Lippramsdorfer Straße haben sie inzwischen für eine verstärkte Verschmutzung der Fahrbahn gesorgt.

„Es handelt sich dabei um tonhaltiges Material, das wir für den Deichanschluss im Bereich des ehemaligen Schacht 8 benötigen“, erläutert Anne-Kathrin Lappe, Pressesprecherin des Lippeverbandes.

Zurzeit ist der Lippedeich in diesem Bereich auf einer Länge von 400 Metern geöffnet, um den Anschluss zwischen dem Deichneubau und dem bisherigen Altdeich herzustellen. Diese Bauphase soll möglichst schnell abgeschlossen werden, solange die Lippe keine Hochwasserstände führt.

Tonhaltiges Material zur Deichabdichtung

„Das tonhaltige Material wird benötigt, um den Deich abzudichten. Es ist feuchter und hat eine andere Konsistenz als der Sand, den wir ansonsten für den Deichbau benötigen. Es lässt sich deshalb nicht per Schiff und dann über die Bandbrücke im Baustellenbereich transportieren“, so Lappe.

Matsch und Staub auf der Lippramsdorfer Straße - Das steckt hinter den Verunreinigungen

Zurzeit sind wieder vermehrt Lkw auf der Lippramsdorfer Straße unterwegs. © Jürgen Wolter

Das tonhaltige Deichbaumaterial wird aus Bottrop und Dortmund zur Baustelle des HaLiMa-Deiches transportiert. Der Transport erfolgt über die Autobahn und dann die B58 und Lippramsdorfer Straße zur Deichbaustelle. Die Transporte werden noch etwa zwei Wochen weiter verstärkt durchgeführt, dann wird diese Bauphase voraussichtlich abgeschlossen sein.

Reinigungsfahrzeuge werden eingesetzt

Wegen der Verunreinigungen der Straßen will der Lippeverband jetzt verstärkt Reinigungsfahrzeuge einsetzen, die die Straße von Staub und Schlamm befreien, den die Laster von der Baustelle mitbringen.

Matsch und Staub auf der Lippramsdorfer Straße - Das steckt hinter den Verunreinigungen

Wegen der Verschmutzungen sind auf der Lippramsdorfer Straße Reinigungsfahrzeuge im Einsatz. © Jürgen Wolter

„Trotz des zurzeit höheren Lkw-Aufkommens halten wir aber unsere Quote - 65 Prozent Material werden per Schiff und 35 per Lkw transportiert - weiterhin ein“, sagt Anne-Kathrin Lappe. „Denn gleichzeitig kommen immer noch wöchentlich fünf Schiffe mit normalem Sand im Baustellenbereich an.“

Die Mitte August begonnene Öffnung des Deiches im Bereich AV 8 sollte nach zehn Wochen abgeschlossen werden und geht jetzt in ihre Endphase.

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