Meinung

Aufwind für Reisebüros: Service bietet Sicherheit in schwieriger Zeit

Die Halterner haben wieder Lust, die Koffer zu packen. Küstennahe Ziele sind genauso gefragt wie Luxusurlaube weit weg. Reisebüros sei das Aufatmen gegönnt, sie haben lange genug gelitten.
Gabriele Langenkämper warf inmitten der Corona-Krise das Handtuch und gab ihr Reisebüro an der Lippstraße auf. © Jürgen Wolter

Mit den rückläufigen Inzidenzzahlen sinkt der Frust in den Halterner Reisebüros und steigt die Reiselust der Halterner. Laut Ifo-Institut litt kein anderer Wirtschaftszweig so sehr unter den Auswirkungen der Corona-Krise wie die Reisebranche.

Ein Urlaub nach dem anderen musste abgesagt oder storniert und bereits erhaltene Provisionen komplett zurückgezahlt werden. Mehr Ausgaben als Einnahmen – das hält niemand lange aus, weder wirtschaftlich noch psychisch. Zwei Reisebüros in Sythen und Haltern warfen das Handtuch.

Die große Verunsicherung scheint nun ein Ende zu haben. Nun können die Halterner Reisebüros allen Menschen mit Fernweh wieder Träume verkaufen. Die Sehnsucht nach einem Ortswechsel ist groß, wie die heimischen Reisekaufleute unisono sagen. Manche möchten ganz weit weg, gerne auch mit ausgesprochener Privatsphäre, andere an die deutsche See. Es gibt sie schließlich noch – Ziele, die mindestens genauso schön sind wie unsere Stadt am See.

Auf junge Leute wirken Reisebüros vielleicht wie aus der Zeit gefallen. Denn diese lesen eher Blogs und organisieren Flüge und Unterkünfte selbst. Wer offline bucht, hat allerdings entscheidende Vorteile. Er kann sich auf eine kompetente Beratung und guten Service verlassen. Kunden können gewiss sein, dass sie in einem Notfall sicher wieder nach Hause kommen. Angesichts der unberechenbaren Pandemie ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

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