Aus dem Keller in den Beruf

HALTERN Schon als Kind hat Kevin Fahrendorf im Keller mit seinem Opa gewerkelt, gebaut und gebastelt. Vor drei Jahren hat der 20-Jährige seine Ausbildung zum Tischler im Betrieb Anton Müther am Münsterknapp begonnen. Als Gesamtsieger der Tischlerinnung Recklinghausen hat Fahrendorf nun seine Ausbildung abgeschlossen.

von Von Sophie Bissingen

, 10.07.2008, 11:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kevin Fahrendorf mit séinem Gesellstück, das mehrfach ausgezeichnet wurde.

Kevin Fahrendorf mit séinem Gesellstück, das mehrfach ausgezeichnet wurde.

Mit seinem Gesellenstück, einem drehbaren Nussbaum-Couchtisch mit drei Laptopfächern und einem Weinfach, hat Fahrendorf gleich vierfach in Recklinghausen Preise abgestaubt: Der mit 100 Euro datierte „Johann Heinrich Riesener“-Preis für hervorragenden Entwurf, einwandfreie und maßgerechte Tischlerarbeit, sowie den Wettbewerb „Die gute Form 2008“ für die gestalterische Leistung mit gegenwärtigen stilistischen Formen. Ebenso wurde Fahrendorf als Bester der Gesamtprüfung besonders gelobt und ausgezeichnet.

„Ich habe mir rund ein Jahr Gedanken gemacht, was für ein Gesellenstück ich machen möchte. Das hätte auch eine Tür sein können, solange sie den vorgegebenen Maßen entspricht“, erzählt der Geselle. In seiner Familie gibt es Schreiner in der vierten Generation, der Ur-Ur-Ur-Großvater Fahrendorfs hatte bereits 1848 eine Möbelschreinerei an der Mühlenstraße eröffnet. „Ich wollte  schon immer Schreinerei lernen“, fügt Fahrendorf an. Von seinem Preisgeld hat sich der leidenschaftliche Motorradfahrer eine neue Jacke für sein Hobby gekauft.

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