Ausbildungsberuf Hebamme wird zum Studienfach

Kooperation

Hebamme war bislang ein Ausbildungsberuf. Seit dem Wintersemester 2010 können Frauen Hebammenkunde an der Bochumer Schule für Gesundheit studieren. Praktische Erfahrung sammeln sie dabei unter anderem im Halterner St. Sixtus-Hospital.

HALTERN

von Von Berthold Fehmer

, 15.03.2011, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fachkundige Anleitung erhält die angehende Hebamme Kai Schlender (l.) im St. Sixtus-Hospital von Claudia Müffler und Gudula Stenner-Klischies.

Fachkundige Anleitung erhält die angehende Hebamme Kai Schlender (l.) im St. Sixtus-Hospital von Claudia Müffler und Gudula Stenner-Klischies.

Kai Schlender ist eine der ersten Studierenden der Bochumer Hochschule, die als angehende Hebamme vom Erfahrungsschatz des geburtshilflichen Teams im St. Sixtus-Hospital profitiert. Drei Mentorinnen stehen ihr zur Seite, unter anderem Gudula Stenner-Klischies. Sie hat 2002 ihre Hebammen-Ausbildung abgeschlossen: „Schon damals sprach man von einem Studiengang.“ Wer diesen nun absolviert, erwirbt zwei Qualifikationen: Im siebten Semester nach staatlicher Prüfung dürfen sich die Frauen „Hebamme“ nennen. Nach acht Semestern und Studienabschluss kommt der akademische Grad „Bachelor of Science“ hinzu. Durch Angleichung der Ausbildung an EU-Standards und Akademisierung sollen Frauen später auch in anderen Ländern arbeiten können. Claudia Müffler, eine der drei Mentorinnen, verspricht sich durch die Hochschul-Kooperation frischen Wind für ihren Berufsalltag: „Wir bleiben mit den Studierenden auf dem neuesten Stand. Außerdem fordert der Ausbildungsprozess, dass wir unsere Abläufe ständig reflektieren, denn wir müssen ja erklären, warum wir bestimmte Dinge so und nicht anders machen.“

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