Ausschuss entscheidet über die Vergabe von 490.000 Euro für Lavesumer Kunstrasenplatz

mlzKunstrasen

Die DJK Lavesum ist der einzige Fußballverein in Haltern, der noch nicht über einen Kunstrasenplatz verfügt und deshalb häufiger im Training zurückfahren muss. Das soll sich bald ändern.

Haltern

, 17.02.2020, 13:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange und auch kontrovers ist über die Einrichtung eines Kunstrasenplatzes in Lavesum gerungen worden. Nun soll es endlich so weit sein: Der Schul-, Sport- und Kulturausschuss entscheidet am 18. Februar (Dienstag) über die Vergabe von 490.000 Euro aus der Stadtkasse, um das Projekt zu verwirklichen.

Nachdem auch der Sportplatz in Lippramsdorf mit Kunstrasen ausgerüstet wurde, ist die Lavesumer Anlage zurzeit die einzige, die noch nicht modernisiert wurde. Nach den derzeitigen Plänen soll der Verein DJK Lavesum als Bauherr auftreten und die Arbeiten koordinieren.

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Insgesamt sind für die Maßnahme 520.000 Euro veranschlagt, so fiel das günstigste Angebot bei einer Ausschreibung aus. Der Lavesumer Verein beteiligt sich mit 30.000 Euro an der Errichtung des neuen Platzes.

Das Naturrasenspielfeld in Lavesum soll erhalten bleiben, das Tennenspielfeld in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Durch die Errichtung soll es künftig möglich sein, den Naturrasen in der Schlechtwetterperiode häufiger zu schonen. So könnten auch Kosten gespart werden.

Verein will den Naturrasenplatz pflegen

Auf Wunsch der DJK Lavesum ist vorgesehen, den Kunstrasen mit den Naturmaterialien Sand und Kork zu verfüllen. Dies wird vielleicht ein Trostpflaster für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Haltern sein, die sich aus Umweltüberlegungen gegen die weitere Einrichtung von Kunstrasenplätzen in Haltern ausgesprochen hatte.

Die DJK hat der Stadt angeboten, wie die Lippramsdorfer die Grünpflege des Naturrasenplatzes zu übernehmen. Dafür hat die Stadt jährlich rund 7.000 Euro ausgegeben.

Vorschläge für die Sportlerehrung

Des Weiteren berät der Ausschuss über die Vergabe des Sportehrenzeichens auf der Sportparty am 21. März (Samstag) in Haltern. Vorgeschlagen sind Udo Peuker vom ATV Haltern und Gerd Püffken vom SSV Haltern.

Um ein Kulturthema geht es bei der Entscheidung, ob die Straßenschilder der Saarlauternstraße mit Erläuterungstafeln ergänzt werden. Der Name Saarlautern erinnert an die Nazivergangenheit, denn nur von 1936 bis 1945 war die Stadt im Saarland so benannt. Heute heißt sie Saarlouis.

Dem Beschluss geht eine intensive Diskussion voraus, die durch den Bürgerantrag von Wolfgang Müller angeregt wurde. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass die Saarlautern- in Saarlouisstraße umbenannt wird, zog seinen Antrag aber zurück.

Die Straßenschilder an der Saarlauternstraße sollen durch einen Erklärtext ergänzt werden.

Die Straßenschilder an der Saarlauternstraße sollen durch einen Erklärtext ergänzt werden. © (Archiv) Elisabeth Schrief

Die Anbringung von Erläuterungstafeln stellt nun einen Kompromiss dar. Der Ausschuss wird über drei verschiedene Textvorschläge entscheiden. Außerdem schlägt die SPD-Fraktion die Anbringung eines QR-Codes am Straßenschild beziehungsweise am Schildmast vor.

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