Auto plumpste nach Irrfahrt in ein Bauloch

Autobahnbrücke B58

In ein tiefes Bauloch plumpste am Dienstagabend ein nichtsahnender Autofahrer mit seinem Wagen auf der B58 zwischen Haltern und Lippramsdorf. Der Mann war zwischen Warnbaken hindurch in die Baustelle geraten, die eigentlich als solche kenntlich gemacht ist. Es war aber stockfinster.

HALTERN

von Von Claudia Engel

, 27.11.2013, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sieht leicht zu händeln aus, ist es aber wohl nicht, vor allem nicht im Dunkeln: Die Baustelle an der Autobahnbrücke der B58 zwischen Haltern und Lippramsdorf.

Sieht leicht zu händeln aus, ist es aber wohl nicht, vor allem nicht im Dunkeln: Die Baustelle an der Autobahnbrücke der B58 zwischen Haltern und Lippramsdorf.

Stellen Sie sich vor, Sie haben Feierabend, zockeln gemütlich mit ihrem Auto nach Hause und landen plötzlich in einem tiefen Loch.

Das kann tatsächlich passieren. So wie jenem bedauernswerten Mann am Dienstagabend, der sein Gefährt durch Warnbaken hindurch in eine Baugrube auf der Autobahnbrücke der Weseler Straße (B58) zwischen Haltern und Lippramsdorf lenkte. Der Wagen war nach dem fälschlich gewählten Kurs nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Kritische Stelle

An dieser kritischen Stelle, die abends im Tiefdunkeln liegt, weil sie miserabel ausgeleuchtet ist, können durchaus auch Fahrfüchse vom rechten Weg abkommen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen schlängelt sich die verbliebene Fahrbahn sehr dicht und abrupt scharf-links am Baustellengelände vorbei; zum anderen dürfen Autos aus der Gegenrichtung ebenfalls diese Spur zum Fahren nutzen.Baustellenampel vor Ort Geregelt wird der Verkehr zwar von einer Baustellenampel, die unliebsame Kollisionen verhindert. Trotzdem gibt es Irritationen. So wählte der Mann am Dienstagabend die vermeintlich rechte Route, fuhr durch zwei Baken hindurch und landete unversehens im Bauloch.

Alle Regeln eingehalten Straßen NRW, zuständig für die Baustelle, beteuert, dass die Eingrenzung nach allen vorgeschriebenen Regeln der Straßenverkehrskunst erfolgt sei. Erhellend ist diese Auskunft nicht; wohl aber, dass die Stadt Haltern für "die verkehrsrechtliche Anordnung der Baustelle" zuständig ist. Heißt: Sie ist federführend in Sachen Sicherheit.

Und tatsächlich hat die Stadt nach einem Ortstermin im November Nachbesserungen angemahnt. So wurden dann auch die gelben Leitlinien verlängert, um den Autofahrern den Weg zu weisen. Zudem wurde ein Richtungspfeil für die aus Haltern kommenden Fahrer aufgestellt. Er zeigt ihnen an, dass sie links an der Baustelle vorbeifahren müssen. Der Pechvogel von Dienstagabend dürfte der erste gewesen sein, der vom Kurs abgekommen ist. Alle Nachfolger seien hiermit umfassend gewarnt.

 

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