Autofahrer fährt Frau an - Polizei bittet Halterner dringend um Mithilfe bei Tätersuche

mlzUnfallflucht

Er hat eine 28-Jährige angefahren und ist dann geflüchtet: Am Dienstag hat ein bislang unbekannter Autofahrer Fahrerflucht begangen. Die Polizei bittet dringend um Hilfe.

Haltern

, 06.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Dienstag (4. Februar) eine 28-Jährige in Haltern angefahren und ist dann einfach weggefahren. Das geht aus einer Pressemitteilung der Polizei hervor. Die bittet Zeugen dringend um Mithilfe.

Die junge Recklinghäuserin war am Dienstag gegen 9 Uhr dabei, über die Kreuzung auf dem Ampelberg auf dem Friedrich-Ebert-Wall zu laufen. Der Autofahrer, der aus der Hullerner Straße auf den Wall abbog, fuhr die Frau an. Sie fiel auf den Boden und wurde dabei leicht verletzt. Der Autofahrer habe laut Polizei zwar kurz angehalten, sei dann aber geflohen.

„Vor Ort sollen mehrere Zeugen den Unfall beobachtet haben“, schreibt die Polizei. Die Zeugen werden dringend gebeten, sich bei dem zuständigen Verkehrskommissariat unter der Tel. 0800 2361 111 zu melden. Erste Zeugenaussagen liegen der Polizei bereits vor.

„Dabei ist unwichtig, wie viel jemand gesehen hat“

„Es wäre wichtig, wenn sich weitere Zeugen melden könnten, um den Unfallverursacher ausfindig zu machen. Dabei ist unwichtig, wie viel jemand gesehen hat“, sagt René Borghoff von der Polizei Recklinghausen.

Dabei würde es schon reichen, wenn Zeugen Hinweise wie Kennzeichenfragmente, die Marke des Unfallautos, Farbe, Angaben zum Fahrer oder den Insassen, ob männlich oder weiblich hätten. „Jeder kleinste Hinweis kann am Ende das Puzzle zusammensetzen.“ Ebenso seien Personen im Umkreis des Unfallverursachers sowie der Verursacher selbst gebeten, sich zu melden. Wie es der Verletzten derzeit geht, ist unklar.

Noch Mitte Dezember hatte der NRW-Innenminister Herbert Reul erklärt: „Unfallflucht entwickelt sich immer mehr zu einen schlimmen Volkssport.“ Und die Zahl dieser Delikte steigt offenbar.

Zahl der Unfallfluchten in NRW nimmt zu

Im ersten Halbjahr 2019 kam es zu 69.895 Unfallfluchten in NRW, im Vorjahreszeitraum waren es mit rund 68.000 noch fast 2000 Fälle weniger. 2666 Menschen wurden dabei verletzt, fünf starben. „Für ein paar Prozent weniger an Versicherungsprämie lassen die, die sich nach einem Unfall davonstehlen, andere mit dem Schaden allein. Das ist schäbig“, sagt Herbert Reul.

Auch bei tödlichen Unfällen flüchteten Unfallverursacher. 18 Mal war das im Jahr 2017 der Fall in NRW. Dabei wurden 15 der 18 Flüchtligen später gestellt.

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