Bahnhofstraße und Recklinghäuser Straße in Wandel der Zeit

Serie: Damals & heute

Das Stadtbild von Haltern am See ist in einem ständigen Wandel. Wie schnell es sich ändert, zeigen wir in unserer Serie „Haltern – damals & heute“. Heute: die Bahnhofstraße und die Recklinghäuser Straße.

HALTERN

23.04.2016, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

 

 

 

Foto 1: Das Foto von 1910 zeigt einen Blick aus dem Obergeschoss der kürzlich abgerissenen Vikarie über Richthof, Südwall und Recklinghäuser Straße hinweg auf die Bahnhofstraße. Vorne rechts ist die Giebelseite mit Fenster der früheren Scheune von Boermann zu sehen, die direkt an der Treppe zwischen Richthof und Südwall stand. Vorne links, in dem Haus mit dem kleinen Anbau, wohnte der Fuhrunternehmer und Karussellbetreiber Franz Bergmann. Auf der gegenüberliegenden Seite, Ecke Bahnhofstraße, sieht man die Drogerie von Clemens Velmerig. Ihr gegenüber, auf der anderen Ecke der Bahnhofstraße, steht die Gaststätte "Zum Bürgerhaus" mit dem dahinterliegenden Saal. Hinter den sich anschließenden Gärten ist das Haus von Dr. Röper, später Dr. Stahlhoff/Dr Heß zu sehen.

 

Foto 2: Da die Vikarie nicht mehr besteht und 1913 das Haus Südwall 5 neu gebaut wurde, ist heute kein Foto mehr aus derselben Perspektive machbar. Das aktuelle Bild wurde aus dem Obergeschoss des Hauses am Südwall geschossen. Die Scheune an der Treppe steht nicht mehr und auch das Haus von Franz Bergmann, genannt "Kibbi", ist verschwunden. Über das Grundstück verläuft heute die Trasse der neu angelegten Straße. Die Drogerie Velmerig ist heute nur noch ein Wohnhaus und auf der gegenüberliegenden Ecke steht an der Stelle der früheren Gaststätte und der Gärten, ein Mehrfamilienhaus. In dem dann folgenden Gebäude ist auch heute noch, wie auch in früheren Jahren eine Arztpraxis ansässig.

 

 

Foto 3:Das Bild von 1962 zeigt das im Krieg beschädigte Haus von Bergmanns "Kibbi" von der Recklinghäuser Straße aus gesehen zum immer noch nicht geteerten Südwall hin. Er hatte sein Grundstück mit einem mannshohen Holzzaun eingefasst. Auf der linken Seite hinter dem verwilderten Gartengrundstück ging es zur Treppe, die auch heute dort noch zum Richthof hochführt. Die Häuser links im Bild sind die Nummern 5 und 7/9 (Doppelhaus) im Südwall. Ganz rechts im Bild ist das Haus Recklinghäuser Str.13 von Heinrich Brockmann zu sehen, dass später der neuen Straßentrasse (Recklinghäuser Damm) weichen musste.

 

Foto 4: Das heutige Foto von der Einmündung des Südwalls in die Recklinghäuser Straße ist durch die geänderte Trassenführung kaum wiederzuerkennen. Über das Grundstück, wo einst das Haus von Franz Bergmann stand und die Grundstücke am Südwall, die früher Nutzgärten Halterner Bürger waren, verläuft heute die Rampe der verlängerten Rochfordstraße. Die Recklinghäuser Straße ist verkehrtechnisch abgebunden worden. Das Haus ganz rechts ist die Nr.15, die hinter dem Haus von Brockmann stand, das der neuen Trassenführung weichen musste. Der Südwall, der früher bis zum Friedrich- Ebert-Wall führte, ist heute eine geteerte Straße, die als Sackgasse am Nebeneingang des katholischen Friedhofs endet.

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