Bald wieder Beerdigungen auf dem alten Friedhof?

SYTHEN Über die Wiederbelegung des alten katholischen Friedhofs am Hellweg in Sythen wird weiterhin gestritten. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Frage, ob der Friedhof 1960 geschlossen wurde oder nicht.

von Von Silvia Wiethoff

, 25.03.2009, 08:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bald wieder Beerdigungen auf dem alten Friedhof?

Eigentlich ein Ort der Besinnung, doch die geplante Wiederbelegung des Friedhofs am Hellweg führt zu heftigem Streit.

Schriftlich hat ein Helfer, der die direkte Anwohnerin des Friedhofs in ihrem Vorhaben unterstützen will, sowohl beim Generalvikariat als auch bei der Zentralrendantur vor Ort um Einsicht in die Akten des Kirchenarchivs gebeten. Mit dem Hinweis auf einzuhaltenden Datenschutz war ihm dies verwehrt worden. („...da die Kirchenvorstandssitzungen nicht öffentlich sind und demnach für die Protokolle der Sitzungen gleiches gilt.“). Die Anwohner vermuten nun, dass die Kirche das Geheimnis um die Stilllegung bewahren möchte. Diesem Vorwurf widerspricht Martin Ahls, Pfarrer der Joseph-Gemeinde. „Wir haben die Akteneinsicht nicht verwehrt, um etwas zu vertuschen“, erklärte er. Es beständen Regeln für den Zugriff auf Archivalien. Daran müsse sich auch das Bistum halten. Seine Gemeinde habe sich mittlerweile rechtlich abgesichert, dass es keine Schließungsurkunde für den alten Friedhof gibt. Da dieser amtlich nie geschlossen wurde, könne er jetzt wieder in Betrieb genommen werden. Der Widerspruch der Anwohner habe das Verfahren zwar verlängert. Doch schon sehr bald könnte wieder eine Beerdigung auf dem Friedhof stattfinden. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und gehen davon aus, dass auch eine Klage keine aufschiebende Wirkung haben wird“, so Ahls.

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