Bankfiliale ist nach Automatensprengung eine Großbaustelle

Drei Wochen Abriss

Mitte Juli haben Unbekannte einen Geldautomaten in der Sparda-Bank in Haltern gesprengt. Einen Monat danach haben wir einen Blick in die Bankfiliale geworfen. Die Räumlichkeiten in dem denkmalgeschützten Haus befinden sich im Rohbau.

HALTERN

, 14.08.2017, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.

Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.

Pfeiler stützen die Decke, überall hängen Kabel herum, an der unverputzten Wand lehnen Rigipsplatten. Dabei wurde die Filiale erst vor circa zehn Jahren komplett renoviert und saniert. Die jetzigen Bauarbeiten sind notwendig, weil Unbekannte Mitte Juli einen Geldautomaten in der Filiale gesprengt hatten.

„Drei Wochen lang wurde nur abgerissen“, sagt Filialleiterin Christine Pauls. Boden, Wände, Decke – alles musste raus. „Der Rauch ist in die Feuerschutzdecke und die Wände gezogen. Wenn wir nicht alles rausgerissen hätten, hätte die Gefahr bestanden, dass der Geruch immer wieder durchkommt“, sagt Pauls.

Neue Verkabelung in der neuen Decke

Elektriker ziehen derzeit komplett neue Kabel durch die geöffnete Decke. Die Fenster sind mit Holzplatten verdeckt. Eine Scheibe wurde schon ausgebaut, eine andere hängt noch zersplittert im Rahmen. Die Fensterrahmen sind noch schwarz vom Ruß.

Ansonsten ist von der Explosion und dem Feuer nicht mehr viel zu sehen. Alles wurde entfernt. Wo früher zwei Geldautomaten an einer Wand standen, stützen jetzt Baustützen die Decke ab. Die Wand ist weg, nur an der Kante am Boden ist noch zu erkennen, dass hier mal eine Wand stand. 

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Die Sparda-Bank einen Monat nach der Sprengung

Mitte Juli haben Unbekannte einen Geldautomaten in der Spada-Bank in Haltern gesprengt. Einen Monat danach befindet sich die Filiale im Rohbau.
13.08.2017
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Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
Nach einer Automatensprengung wurden in der Filiale der Sparda-Bank drei Wochen lang Decke, Wände und Boden rausgerissen. Jetzt beginnt der Wideraufbau.© Foto: Victoria Thünte
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Genau hier hat die Explosion stattgefunden. Die Täter hatten in der Nacht zum 13. Juli einen der Geldautomaten gesprengt und damit ein Feuer ausgelöst. Den Schaden beziffert die Sparda-Bank mit einer hohen fünfstelligen Summe.

Seit Anfang August wird in der Filiale im Gebäude der Hirsch-Apotheke am Wiederaufbau gearbeitet. „Einen genauen Zeitplan haben wir noch nicht, aber wir wollen natürlich so schnell wie möglich wieder normal öffnen“, sagt Pauls.

Neue Automaten mit aktuellsten Sicherheitsvorkehrungen

Derzeit ist die Sparda-Bank nur über einen Hintereingang erreichbar. In einer kleinen Küche stehen ein Geldautomat und ein Automat für Kontoauszüge. Kunden der Sparda-Bank bekommen hier während der Öffnungszeiten Bargeld, außerhalb der Öffnungszeiten können sie gebührenfrei die Automaten der Volksbank nutzen.

Im neugestalteten Foyer sollen andere Geldautomaten stehen als der, der gesprengt wurde. Der Tresor ist bei dem neuen Modell fest in der Wand verankert. Dafür werden jetzt die baulichen Voraussetzungen geschaffen. „Die Automaten sind nagelneu mit den aktuellsten Sicherheitsvorkehrungen. Wir hoffen, dass wir damit gegen solche kriminellen Methoden geschützt sind“, sagt Pauls.

Polizei hat keine neuen Erkenntnisse

Ob das Foyer aber in Zukunft weiterhin auch nachts geöffnet sein wird, kann sie noch nicht sagen. Die Sparda-Bank Münster hatte aufgrund des Vorfalls in Haltern im Juli veranlasst, dass alle Filialen, in denen für Sprengungen anfällige Automaten stehen, nachts geschlossen werden.

Die Polizei hat auch einen Monat nach der Sprengung in Haltern keine neuen Erkenntnisse. Pauls hofft aber, dass irgendwann Täter gefasst werden, denen man dann auch die Tat in Haltern nachweisen kann. Sie verfolge solche Berichte jetzt intensiver. „Man ist schon sensibilisiert.“ 

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