Vier Schwerverletzte

Bei Unfall am Halterner Annaberg vermutlich Drogen und Alkohol im Spiel

Rettungskräfte aus Haltern, Recklinghausen und Dorsten eilten am späten Samstagabend zu einem Unfall an der Autobahn-Anschlussstelle Annaberg. Vier Schwerverletzte wurden gerettet.
Zwei Pkw stießen an der A 43-Anschlussstelle Haltern/Annaberg zusammen, die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. © Guido Bludau

Der Notruf ging um 22.46 Uhr bei der Kreisleitstelle Recklinghausen ein. An der Autobahnauffahrt (Richtung Münster) am Annaberg waren bei starkem Regen zwei Pkw kollidiert.

Die beteiligten Unfallfahrzeuge wurden total zerstört.
Die beteiligten Unfallfahrzeuge wurden total zerstört. © Bludau © Bludau

Der leitende Notarzt aus Recklinghausen sowie Notarzt, Rettungssanitäter und Feuerwehrkräfte aus Haltern, außerdem auch Feuerwehrkameraden aus Recklinghausen und Dorsten eilten zum Unfallort. Sie retteten vier Schwerverletzte aus den Trümmern der Wagen. Bei einem Beteiligten sei Lebensgefahr nicht ausgeschlossen, hieß es am Unfallort. Alle wurden in Krankenhäuser gebracht.

Viele Rettungskräfte kamen den vier Unfallopfern zur Hilfe.
Viele Rettungskräfte kamen den vier Unfallopfern zur Hilfe. © Bludau © Bludau

Die Bundesstraße 58 blieb längere Zeit gesperrt. Zur Ursache des Unfalls konnte die Polizei in der Nacht verständlicherweise noch keine Angaben machen. Auch nicht zur Herkunft der Verunglückten.

Am Sonntagmorgen stellte die Polizei den Sachverhalt so dar: Zur Unfallzeit befuhr ein 23-jähriger Hertener mit seinem Pkw die Weseler Straße in Richtung Innenstadt. Nach Zeugenaussagen mißachtete er bei hoher Geschwindigkeit im Einmündungsbereich der Autobahnabfahrt A 43 die rote Ampel und rammte dort den Pkw eines 38-jährigen Autofahrers aus Nordhorn, der von der A 43 abgebogen war und bei Grün in die Weseler Straße eingefahren war.

Pkw schleuderte 30 Meter weit in Straßengraben

Durch den Aufprall wurde der Pkw des Nordhorners erst gegen eine Schutzplanke geschleudert und kam dann nach einigen Metern zu Stehen. Der Pkw des Herteners schleuderte etwa 30 Metern weiter in einem Straßengraben und prallte gegen einen Baum. Der Unfallverursacher sowie alle drei Insassen des Nordhorner Wagens erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

Da der Hertener vermutlich unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen stand, so die Polizei, wurden ihm im Krankenhaus Blutproben entnommen. Die Polizei stellte seinen Führerschein sicher.

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