Beratung zur Mütterkur hilft Frauen auf die Sprünge

HALTERN Immer mehr Mütter sind psychisch fertig – Job und Familie überfordern sie. Doch Ulrike Kottmann vom Caritasverband weiß, was dann zu tun ist. Sie berät Mütter, die eine Kur machen wollen. Sie stellte das Angebot im Familienzentrum St. Laurentius vor.

von Von Julia Reidegeld

, 04.03.2009, 08:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beratung zur Mütterkur hilft Frauen auf die Sprünge

Ulrike Kottmann (l.) kam ins Familienzentrum St. Laurentiurs und beriet zum Thema Kur.

Die Kurberaterin stellte auch eventuelle Probleme dar, wenn Mütter ihre Kinder mit an die See oder in die Berge nehmen wollen. „Wenn ich ihnen jetzt sage, dass es Kurhäuser gibt, wo sie getrennt von ihren Kindern essen“, sagte Kottmann, „ werden sie bestimmt sagen: Das mache ich auf keinen Fall.“ Die entsetzten Gesichter der Anwesenden bestärkten ihre Aussage. Doch die Frauen sollten sich auch überlegen, wann sie das letzte Mal bewusst ihr Essen genossen haben. Ein zustimmendes Raunen ging durch den Raum.

Drei Wochen dauere eine Kur. Körperliche Gebrechen spielen bei dem Antrag jedoch keine Rolle, „hier steht eher die Psyche im Vordergrund“, weiß Kottmann. Das Ziel: Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Therapeutische Anwendungen wie Massage, Sport oder auch kreative Angebote stehen dabei im Vordergrund. „Und was mache ich mit meinem Arbeitgeber?“, fragte eine Frau besorgt. Natürlich solle man den Chef darüber informieren, dass eine Kur beantragt werde, „doch über den Zeitpunkt entscheiden Sie“, so Kottmann, denn schließlich fahre ja auch nicht der Arbeitgeber.

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