Besucher auf den rechten Heidepfad führen

HALTERN „Wir haben Glück“, freute sich Jochen Ahlers vom Vestischen Umweltzentrum. Das Konzept zur Besucherlenkung durch die Westruper Heide bringt den Wanderern nicht nur die wunderschöne Heide näher, die Arbeiten werden über das Arbeitsmarktprojekt „Dorstener Arbeit“ verwirklicht.

von Von Elke Rüdiger

, 04.03.2009, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Besucher auf den rechten Heidepfad führen

In der Westruper Heide werden Trampelpfade zurückgebaut.

Mit Informationstafeln zur Ökologie der Heide, empfohlenen Wanderrouten und Wegemarkierungen will der Kreis Recklinghausen Erholungssuchende in der Westruper Heide ganz gezielt durch das Naturschutzgebiet lotsen. Mit diesem Konzept holte sich das Vestische Umweltzentrum beim landesweiten Wettbewerb „Erlebnis. NRW“ den Sieg. Land und Europäische Union beteiligen sich zu 80 Prozent an den Gesamtkosten von 200 000 Euro. Aus Artenschutzgründen, erklärte Ahlers, wurde an einigen Stellen bereits mit dem Rückbau unerwünschter Trampelpfade begonnen, die mehr und mehr zu einer Belastung der Heidebiotope geworden sind. Die Besucherbefragung vor zwei Jahren fand eine große Beteiligung mit vielen Anregungen und Vorschlägen, die, so Ahlers, „fast alle mit in das Konzept eingeflossen sind“.

Im Süden der Heide wird während der Bauzeit in 2009 ein „Heide-Büro“ mit regelmäßigen Sprech- und Öffnungszeiten bezogen, ein „Bürgerbriefkasten“ wird installiert, es werden Heideführungen durchgeführt. Hinzu kommen besondere Angebote zur Erleichterungen für behinderte Menschen. Zum Beispiel Hinweise auf Tafeln in Brailleschrift, ein barrierefreier Zugang in die Heide, „Strandbuggys“ für Rollstuhlfahrer, um sich sicher durch die Heide bewegen zu können. Außerdem wird es Farbmarkierungen auf dem Boden geben – „Blau“ führt zum Seehof, „Grün“ zum Lakeside Inn oder „Gelb“ zu „Jupp unner de Böcken“.

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