Bewährung - Milde Strafe für 21-jährigen Unfallfahrer

Drogenmissbrauch

DORSTEN/SCHERMBECK Es war ein schlimmer Unfall, den der damals 21-jährige Dorstener vor gut einem Jahr auf der Erler Straße in Schermbeck verursacht hatte: Unter Drogeneinfluss hatte er die Kontrolle über sein Auto verloren und war frontal gegen den Wagen einer Raesfelderin geprallt, die mit ihren beiden Kindern auf dem Weg nach Schermbeck unterwegs war.

von Von Michael Klein

, 23.10.2009, 15:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Da die Polizeibeamten während der Unfallaufnahme Marihuana und Haschisch in dem Wagen des Dorsteners gefunden hatten, listete die Anklageschrift auch Drogenmissbrauch und -handel auf. Wegen dieser Drogenvergehen wurde der jetzt 22-Jährige zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt.

Für die Unfallfahrt wurde der junge Mann, der sich in einer Erklärung bei den Unfallopfern entschuldigte, nicht weiter belangt. Laut Richter sei er bestraft genug. Und es kämen erhebliche zivilrechtliche Ansprüche der Unfallopfer auf ihn zu – es bleibt zweifelhaft, ob die Versicherung den Schaden begleicht. Zum anderen trug der Dorstener, der kürzlich eine Ausbildung begonnen hat, bei dem Unfall so schwerwiegende Verletzungen davon, dass diese ihn lange an seine Tat erinnern werden. Den Führerschein, den die Polizei bei der Unfallaufnahme einkassiert hatte, bekam er im Gerichtssaal zurück: Die dreimonatige Sperrfrist war seit zehn Monaten überschritten.

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