Bewährungsstrafe für Halterner (29) nach Schlägerei

Berufungsverfahren

Erst floss das Bier, dann flogen die Fetzen: Mehr als zwei Jahre nach einer nächtlichen Prügelei am Rande einer Party an der Recklinghäuser Straße steht seit Dienstag die Strafe für einen 29-jährigen Maschinenbauer aus Haltern endgültig fest – acht Monate Haft auf Bewährung.

HALTERN/ESSEN

, 29.11.2017, 13:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Berufung wurde zurückgezogen.

Die Berufung wurde zurückgezogen. © picture alliance / David-Wolfgan

Der Prozess am Essener Landgericht hatte kaum begonnen, da war er auch schon wieder zu Ende. Weil der Angeklagte vor Gericht durch Abwesenheit glänzte, zog sein Anwalt schnell die Reißleine und nahm die Berufung gegen die erste Verurteilung vom 22. August 2017 durch das Amtsgericht Marl (acht Monate Haft auf Bewährung) zurück. Verteidiger Thomas Schwieren: „Mein Mandant und ich haben gestern ausgemacht, dass ich genau das machen werde, wenn er sich entschieden hat, doch nicht vor Gericht zu erscheinen.“

Das war passiert: Der 29-jährige Angeklagte befand sich am 12. Juli 2015 ebenso wie das spätere Opfer mit Freunden auf einer Party an der Recklinghäuser Straße. Nachdem das spätere Opfer in den frühen Morgenstunden einem anderen Partygast eine Flasche an den Kopf geworfen haben soll, war es erst zu einem Blaulichteinsatz gekommen – und im Anschluss daran zu einer Verfolgungsjagd.

Der Angeklagte und ein bis heute unbekannt gebliebener Begleiter sollen dem „Flaschenwerfer“ nämlich hinterher gerannt, ihn eingeholt und dann brutal attackiert haben. Es kam dabei zu Faustschlägen und hässlichen Tritten auf das am Boden liegende Opfer. Die Folgen: eine Gehirnerschütterung und diverse Prellungen. Der Angeklagte hatte im ersten Prozess bestritten, dass er das spätere Opfer gejagt hat. Angeblich will er die Party im fraglichen Zeitraum gar nicht verlassen haben. Die Amtsrichterin hatte das allerdings nicht geglaubt und ihr Urteil (gefährliche Körperverletzung) auf die Aussage des Opfers gestützt.

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