Bischof feiert mit Pfarrer Bruno Pottebaum goldenes Priesterjubiläum

Sonntag in Telgte

Pfarrer Bruno Pottebaum, 23 Jahre lang Seelsorger in St. Sixtus Haltern, feiert am Sonntag (30. Juni) sein goldenes Priesterjubiläum. Bischof Overbeck liest die Messe in Telgte.

Haltern

, 29.06.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bischof feiert mit Pfarrer Bruno Pottebaum goldenes Priesterjubiläum

Pastor Bruno Pottebaum wurde vor 50 Jahren zum Priester geweiht. Haltern war ihm immer ein Stück Heimat. © Jürgen Wolter

Leichten Herzens, sagte Pfarrer Bruno Pottebaum im September 2011, gehe er nicht, „aber es ist klüger“. Als die katholischen Gemeinden Halterns zur großen Pfarrei St. Sixtus fusionierten, ging er nach Telgte. Doch die Verbindungen zu Haltern sind heute so tief wie damals. Immer wieder kommt er, um besondere Gottesdienste mit den Halternern zu feiern oder um seine Freunde zu besuchen.

Sein Priesterjubiläum am Sonntag feiert er um 10 Uhr in der Probsteikirche St. Clemens in Telgte. Die Predigt hält der heutige Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck, der unter Bruno Pottebaum als Kaplan in St. Sixtus tätig war. Musikalisch gestalten die Kirchenchöre von St. Clemens und St. Sixtus die Feier in der Probsteikirche.

Offener Empfang

Alle, die sich Pfarrer Pottebaum verbunden fühlen, sind herzlich willkommen. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen offenen Empfang mit einem Mittagsimbiss in Pastors Garten - den gibt es nicht nur in Haltern. Auf persönliche Geschenke verzichtet der Jubilar, er bittet stattdessen um Unterstützung des Projektskreises „Tansania“ in Telgte und der Kirchenmusik.

Bruno Pottebaum war von 1988 bis 2011 Seelsorger in St. Sixtus, von 1992 bis 2010 war er gleichzeitig Dechant des Dekanates Haltern. Weihbischof Baanken weiht ihn am 28. Juni 1969 im Dom zu Münster zum Priester. Nach Kaplanstellen in Recklinghausen-Süd und Havixbeck war er vier Jahre lang Pfarrer am Dom zu Xanten, anschließend betreute er sieben Jahre lang für das Generalvikariat Münster die ausländischen Seelsorger und war gleichzeitig Pfarrer in Alverskirchen.

Vertrauter Alterssitz

Als er 2011 nach Telgte übersiedelte, ging er nicht in die Fremde, man kannte dort seinen Namen. Sein Vater Hugo Pottebaum war schließlich von 1948 bis 1974 Landrat des Landkreises Münster und damit auch für Telgte zuständig.

Die Halterner Katholiken ließen ihn nicht gerne gehen. Pfarrer Pottebaum war immer nah bei den Menschen, teilte mit ihnen Glauben und Alltagsleben. Seine kurzen, zeitnahen, inhaltsvollen Predigten sind sein Markenzeichen: In wenigen, prägnanten Worten brachte er die Dinge auf den Punkt. Er war eine respektierte Stimme an allen Orten, er passte einfach gut zu Haltern.

Pfarrer Pottebaum hat keine persönlichen Einladungen verschickt. Er freut sich, so sagt er, am Sonntag über jeden Gast aus Haltern.

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