Bundeswehr sucht Schulterschluss mit der Bevölkerung

Zapfenstreich

HALTERN „Die Soldaten üben schon. Schließlich soll das Ereignis was fürs Auge bringen“, ließ Oberstleutnant Manfred Schlensog gestern keinen Zweifel daran, wie ernsthaft die Heeresflieger in Rheine den am 9. Oktober geplanten Großen Zapfenstreich in Haltern vorbereiten (wir berichteten).

von Von Silvia Wiethoff

, 01.10.2009, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werben für den Großen Zapfenstreich in Haltern: Hans-Jürgen Matysiak (v.l.), der das Ereignis für die Kreisverwaltung vorbereitet, Oberstleutnant Manfred Schlensog, Landrat Jochen Welt und Fachbereichsleiter Hans-Ulrich Seidel.

Werben für den Großen Zapfenstreich in Haltern: Hans-Jürgen Matysiak (v.l.), der das Ereignis für die Kreisverwaltung vorbereitet, Oberstleutnant Manfred Schlensog, Landrat Jochen Welt und Fachbereichsleiter Hans-Ulrich Seidel.

 Etwa 200 Soldaten werden zu der bis zu acht Meter breiten Formation gehören, die auf dem Halterner Markt aufmarschiert.  Der Zug beginnt am Schulzentrum und bewegt sich über die Merschstraße in das Herz der Stadt, wo auf einer Tribüne 120 geladene Gäste den Zapfenstreich verfolgen können.  Ab 20.30 Uhr wird der Bereich am Marktplatz abgedunkelt. Es sollen weder Straßenlaternen noch Lichter in Geschäften eingeschaltet sein. Nach der ersten Berichterstattung riefen bereits Interessenten mit Kartenwünschen bei Hans-Jürgen Matysiak an, der das Ereignis für die Kreisverwaltung vorbereitet.

„Diese können wir leider nicht befriedigen“, erklärte er, tröstete aber gleich im Anschluss: Der Zapfenstreich solle so öffentlichkeitswirksam wie möglich veranstaltet werden. Dass Kritiker der Veranstaltung das dazu gehörige Helm ab zum Gebet stören könnten, wird nicht erwartet. „Die Masse der Zuschauer wird dagegen wirken“, erklärte Oberstleutnant Schlensog.

Georg Nockemann, für die Stadt Haltern bei der Pressekonferenz, blickte auf einen Zapfenstreich zum Halterner Stadtjubiläum 1989 zurück: Proteste hätten sich hauptsächlich sich gegen eine gleichzeitig veranstaltete Waffenschau gerichtet.

Landrat Jochen Welt betonte, wie lebendig die Partnerschaft zwischen dem Kreis und den Heeresfliegern sei. Als vor einigen Wochen ein Brand auf dem Lavesumer Truppenübungsplatz bekämpft werden musste, hätte das Regiment binnen zwei Stunden zwei Transport hubschrauber geschickt. 

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