Die Stever-Lippe-Passage soll rechts vom Recklinghäuser Damm verlaufen und Papenbrückstraße und Wasserwerkstraße verbinden. © 3d-ruhr
Stever-Lippe-Passage

CDU und SPD beantragen Ratsbeschluss zum neuen Rad- und Fußweg

Eine Bürgerinitiative setzt sich für für einen Rad- und Fußweg entlang des Recklinghäuser Damms ein. CDU- und SPD-Ratsfraktion unterstützen die Initiative mit eigenen Ratsanträgen.

Die neue Bürgerinitiative Stever-Lippe-Passage stieß mit ihrem Vorschlag eines Fuß- und Radwegs entlang der Stever und Lippe zwischen Papenbrückstraße und

Wasserwerkstraße bei der Stadtverwaltung auf positive Resonanz. Sie hatte auch die Fraktionen im Halterner Stadtrat angeschrieben. CDU und SPD reagieren jetzt mit jeweils eigenen Ratsanträgen.

Radwegverbindung von Hamm-Bossendorf ist mangelhaft

Die CDU möchte die Stadtverwaltung per Ratsbeschluss beauftragen, „die Umsetzbarkeit der von der „BI Stever-Lippe-Passage“ vorgeschlagenen Radwegführung oder einer möglichen Alternative in diesem Bereich zu prüfen“.

Es sei allgemeiner Konsens, dass die Radwegeführung von Hamm-Bossendorf in die Stadtmitte mangelhaft ist. Zwar könne durch den Bau des Wender-Kreisverkehrs die Radwegeführung in einem Teilbereich optimiert werden, allerdings würde dies die Unwägbarkeiten im Bereich der alten Recklinghäuser Straße nicht vollständig beheben, schreiben die Christdemokraten in ihrer Begründung. Außerdem wäre eine vom Bau des Wenders losgelöste Alternative zwischen Papenbrückstraße und Wasserwerkstraße unter Umständen zeitnäher umzusetzen.

2016 war die Umsetzung an Gründen des Natur- und Hochwasserschutzes gescheitert. „Der Vorschlag der BI klammert die Durchquerung des Naturschutzgebietes jedoch aus, sodass sich womöglich neue Möglichkeiten der Machbarkeit bieten. Für den Hochwasserschutz wurde damals schon in Aussicht gestellt, dass sich Lösungsmöglichkeiten finden ließen. Für die mögliche Finanzierung des Projektes sollten die gegenwärtigen Förderprogrammen auf Bundes- oder Landesebene in Anspruch genommen werden. Im Falle einer Machbarkeit sollten zusätzlich Haushaltsmittel zurückgestellt werden.“

Fördermittel aus Sonderprogramm „Stadt und Land“

Der SPD-Antrag zielt in die gleiche Richtung: „Für eine verbesserte Radwegeverbindung zwischen Haltern-Mitte und Hamm-Bossendorf/Flaesheim wird die Machbarkeit einer Stever-Lippe-Passage in Verlängerung der Papenbrückstraße geprüft. Zur zeitnahen Umsetzung sollten Fördermittel, zum Beispiel aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“, beantragt sowie in einem ersten Schritt Haushaltsmittel gegebenenfalls aus der Haushaltsstelle Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden.“

Sowohl für die Halterner Bürger als auch unter Tourismusaspekten könne der Radweg ein echter Gewinn für Haltern sein. Die Grenzziehung des Naturschutzgebietes Lippeaue lasse durchaus Raum für eine Radwegeführung entlang der Papenbrückstraße.

Das Sonderprogramm „Stadt und Land“ stellt insgesamt 660 Millionen Euro für den Radwegebau in den Kommunen zur Verfügung. Sie stammen aus dem Klimapaket der Bundesregierung und sollen ermöglichen, die Potenziale des Radverkehrs für einen klimafreundlichen Verkehr weiter zu entfalten. Die Stever-Lippe-Passage wäre nicht nur eine deutlich sichere Variante als die zurzeit zu nutzende Zuwegung, auch Halterns Fahrradfreundlichkeit gewänne an Attraktivität.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter

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