Corona-Behandlungszentrum in Recklinghausen wird geschlossen

Kassenärztliche Vereinigung

Das Corona-Behandlungszentrum in Recklinghausen, das für die Behandlung von Corona-Patienten zuständig war, wird geschlossen. Dies teilte die Kassenärztliche Vereinigung am Mittwoch mit.

Recklinghausen, Haltern, Castrop-Rauxel, Dorsten

, 27.05.2020, 10:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die KVWL schließt ihr Corona-Behandlungszentrum in Recklinghausen.

Die KVWL schließt ihr Corona-Behandlungszentrum in Recklinghausen. © KVWL

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) schließt ihr Corona-Behandlungszentrum in Recklinghausen. Es war Anlaufstelle für Corona-Patienten im Kreis Recklinghausen. Der letzte Behandlungstag ist Donnerstag, 28. Mai. Die KVWL begründet diesen Schritt mit den aktuellen Entwicklungen bei den Infektionszahlen.

„Wir haben in den vergangenen Wochen begonnen, die Zentren sukzessive zu schließen mit Blick auf die Infektionszahlen“, erklärt KVWL-Sprecherin Vanessa Pudlo den Schritt. Man habe sich die Zahlen über einen langen Zeitraum angesehen.

Den Kreis Recklinghausen habe diese Entscheidung relativ überraschend getroffen, wie Svenja Küchmeister von der Pressestelle des Kreises berichtet. Nun müsse man schauen, wie man sich aufstelle, nachdem bereits in der vergangenen Woche die Durchfahrtszentren für Corona-Tests im Kreis geschlossen werden mussten.

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Insgesamt etwa 35 regionale Behandlungszentren wurden in den vergangenen Wochen sukzessive von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe eingerichtet als Anlaufstellen für Patienten, die sich entweder mit dem Coronavirus infiziert haben oder die unter Atemwegserkrankungen leiden.

In diesem Behandlungszentrum, das in Recklinghausen am Campus Vest eingerichtet war, schätzt ein Arzt – analog zur Versorgung im Notfalldienst – die Schwere der Infektion und den Behandlungsbedarf der Patienten (auch in Bezug auf mögliche Begleiterkrankungen) ein. Er kann Rezepte und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen sowie eine stationäre Einweisung festlegen.

Zuerst telefonisch beim Arzt melden

„Den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie allen weiteren Beteiligten, die sich in unserem Zentrum tatkräftig engagiert haben, gilt mein großer Dank für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Wochen“, sagt Dr. Werner Seibel, Leiter der KVWL-Bezirksstelle Recklinghausen anlässlich der Schließung des Behandlungszentrums am kommenden Freitag. „Es ist nun an der Zeit, den regulären Praxisbetrieb wieder aufzunehmen. Wir möchten wieder vollumfänglich für unsere Patienten da sein“, so Seibel.

Dabei gelten natürlich die allgemeinen Schutz- und Hygienemaßnahmen wie die Abstandsregelungen oder das verpflichtende Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken in den Arztpraxen.

Dr. Seibel appelliert auch an die Patienten: „Wenn Sie den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, oder die typischen Symptome wie Atemwegsbeschwerden oder Fieber zeigen, wenden Sie sich auf jeden Fall zuerst telefonisch an ihren Arzt! Dieser wird mit Ihnen dann das weitere Vorgehen abstimmen.“ Nur so können Infektionsketten in den Arztpraxen auch weiterhin verhindert werden.

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