Coronavirus: 53 Halterner erkrankt - 417 im Kreis Recklinghausen infiziert

Coronavirus

53 Halterner sind am Coronavirus erkrankt. Die Zahl im gesamten Kreis stieg am Mittwochnachmittag auf 417. Erfreulich: 134 sind davon bereits wieder gesundet.

Haltern

01.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Zahl der an Corona infizierten Halterner steigt.

Das Foto zeigt einen 3D-Druck von einem Coronavirus. © picture alliance/dpa

Die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen im Kreis Recklinghausen beläuft sich aktuell auf 417 (Stand 1.4., 16 Uhr). Das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen steht in Kontakt mit den Personen.

Von den insgesamt 53 infizierten Halternern sind 19 gesundet.

Insgesamt haben sich je nach Kreisstadt so viele Menschen angesteckt:

  • Haltern am See: 53 / 19 Gesundete
  • Castrop-Rauxel: 47 / 17
  • Dorsten: 85 / 22 / 1 Todesfall
  • Gladbeck: 39 / 7
  • Marl: 39 / 12
  • Oer-Erkenschwick: 9 / 4
  • Recklinghausen: 62 / 26
  • Herten: 36 / 9
  • Datteln: 28 / 12
  • Waltrop: 17 / 6

134 positiv getestete Personen aus dem Kreis Recklinghausen wieder gesund

134 positiv getestete Personen aus dem Kreis Recklinghausen gelten inzwischen als gesundet und sind aus der häuslichen Isolation entlassen. Das sind entsprechend der aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts diejenigen, die seit mindestens 48 Stunden symptomfrei sind, frühestens jedoch 14 Tage nach Symptombeginn.

Die Zahlen des Kreises geben nur noch die Personenzahl an, nicht mehr das Geschlecht.

Todesfall in Dorsten

Im Kreis Recklinghausen ist die erste Person am neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2 verstorben. Es handelt sich um einen 70 Jahre alten Mann aus Dorsten mit Vorerkrankung, der zuletzt im Krankenhaus behandelt worden ist. „Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie des Verstorbenen“, erklären Landrat Cay Süberkrüb und Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff. Dieser erste Todesfall zeige noch einmal deutlich, dass die aktuelle Lage nicht abstrakt sei, sondern näher, als einige sich eingestehen würden.

Gleichzeitig wenden sie sich an die Menschen im Kreis: „Es muss weiterhin unser aller Ziel sein, die Ausbreitung des Virus einzuschränken. Ich appelliere darum an die Solidarität jedes Bürgers und jeder Bürgerin: Halten Sie sich weiterhin an die Vorgaben und schützen Sie sich und die Menschen in Ihrem Umfeld vor Ansteckung“, sagt Landrat Süberkrüb. Dorstens Bürgermeister Stockhoff ergänzt: „Wir alle tragen gerade die Verantwortung für die Älteren und diejenigen, die durch Erkrankungen vorbelastet sind. Dieser Todesfall unterstreicht deutlich, wie richtig die Regelungen sind, die unser Leben einschränken, um das Leben von anderen zu retten – auch wenn es von Tag zu Tag schwerer fällt.“

Coronavirus: 53 Halterner erkrankt - 417 im Kreis Recklinghausen infiziert

© BZgA

Die Kreisverwaltung in Recklinghausen hat einen Krisenstab einberufen, der die Entwicklung der Lage stets im Auge behalte „und jederzeit handlungsfähig ist“, teilte der Kreis mit.

Das Gesundheitsamt setzt sich mit denjenigen aus dem Umfeld der Corona-Erkrankten in Verbindung, die in den letzten Tagen engen Kontakt zu ihnen hatten, um das weitere Vorgehen abzusprechen, erklärt die Kreisverwaltung. Sie hat ein Infotelefon für Fragen rund um das Coronavirus unter der Telefonnummer 02361-532626 eingerichtet. Das Telefon ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, am Wochenende von 10 bis 14 Uhr erreichbar.

Am Dienstag hatte der Kreis Recklinghausen eine Pressekonferenz einberufen, um sich zum Umgang mit dem Virus in den Kreisstädten zu äußern. Dabei stand auch das Thema Veranstaltungen auf der Agenda.

Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern müssen demnach laut Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums abgesagt werden. Bei Veranstaltungen mit weniger Personen sieht der Erlass vor, dass die örtlich zuständigen Gesundheitsämter eine Empfehlung an die Ordnungsämter der Städte aussprechen, ob die jeweiligen Veranstaltungen stattfinden sollten oder nicht.

„Die Empfehlung des Kreises richtet sich nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts, bei denen es um die Teilnehmer, Veranstaltungsart und Veranstaltungsort geht“, heißt es vom Kreis. Denn neben der Teilnehmerzahl sei auch Alter der Teilnehmer, Intensität und Dauer des Kontaktes, geschlossener oder offener Raum wichtige Kriterien.

Hinzu kommt die Frage, ob die Veranstaltung als „notwendig“ eingestuft wird. „Alles, was nicht unbedingt notwendig ist, sollte abgesagt werden“, sagten Landrat Cay Süberkrüb und Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche am Dienstag bei der Pressekonferenz einstimmig.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt