Coronavirus: Erster Schüleraustausch an Halterner Schule fällt wegen Corona-Pandemie aus

mlzSchulen in Haltern

Das Coronavirus hat nun auch dafür gesorgt, dass ein Schüleraustausch zwischen einer Halterner Schule und einer Partnerschule ausfallen muss. Wir haben uns einen Überblick verschafft.

Haltern

, 10.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus sorgt in Haltern dafür, dass Schüler auf einen Austausch mit einer ausländischen Partnerschule verzichten müssen. Eigentlich sollten 25 Schüler der Alexander-Lebenstein-Realschule in diesem März nach Roost-Warendin in Frankreich aufbrechen - eine der Partnerstädte der Stadt Haltern. Doch daraus wird nun nichts, wie Schulleiter Frank Cremer auf Nachfrage mitteilte.

„Die Schulleitung unserer Partnerschule teilte uns schweren Herzens nun letzte Woche definitiv mit, dass aufgrund der Vorgaben des französischen Schulministeriums und der dortigen Schulaufsichtsbehörde sämtliche Austauschprogramme am College Dr. Schaffner für dieses Schuljahr abgesagt werden mussten“, so Cremer.

Auch der Gegenbesuch der französischen Schüler in Haltern finde in diesem Mai nicht statt. Ende April plant die Realschule hingegen eine Fahrt ins niederländische Ermelo. Hier wolle man sich zu gegebener Zeit mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen und dann eine Entscheidung treffen, so Schulleiter Frank Cremer.

Unterschieden wird zwischen Risiko- und Nicht-Risiko-Gebieten

So sieht es das Schulministerium in NRW vor: Schulen sollen sich bei den Gesundheitsämtern erkundigen, ob anstehende Reisen durchgeführt werden können. Unterschieden wird hier zwischen Risiko- und Nicht-Risiko-Gebieten. Gibt das Gesundheitsamt grünes Licht, kann die Fahrt stattfinden. Bei Reisen in Risikogebiete sind Schulen in NRW dazu angehalten, diese abzusagen.

Ähnlich sieht es am Joseph-König-Gymnasium aus. Hier sind um die Osterferien zwei Schüleraustausche geplant. Die bilinguale Klasse 9a fährt ebenfalls nach Ermelo, nach den Ferien geht es für einen Teil der Schüler zum Austausch nach Spanien.

„Wir verfahren so, wie es das Ministerium vorgibt: Wir kontaktieren das Gesundheitsamt“, sagt Schulleiter Ulrich Wessel. „Derzeit gehörten weder Ermelo noch Llinars zu Risikogebieten. Wir werden die weitere Entwicklung abwarten und gegebenenfalls zeitnah reagieren. Das Wohl unserer Schülerinnen und Schüler steht hierbei an erster Stelle“, so Wessel. Fahrt- und Stornierungskosten, die bei einer nachweislich zwingenden Absage anfallen, sollen laut dem Gymnasium vom Land NRW übernommen werden. Die Einzelheiten würden derzeit abgeklärt.

An der Hauptschule gibt es keine Schüleraustausche, die nächsten Klassenfahrten sind erst für den Juni geplant. Dann will die Jahrgangsstufe 6 für drei Tage nach Olfen fahren - „das ist kein Krisengebiet“, sagt Schulleiterin Dagmar Perret. Auch im Juni bricht der Jahrgang 10 für drei Tage zur Wewelsburg auf. „Bis dahin hat sich die Sachlage hoffentlich verbessert“, sagt Perret. „Sollte das nicht der Fall sein, muss man noch mal schauen.“

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