Halterner Ärzte geben Tipps, was Patienten jetzt tun können

Coronavirus

Die Arztpraxen sind überlastet. Halterner Ärzte geben deshalb Tipps, wie Patienten jetzt verfahren sollten und was im Corona-Verdachtsfall zu tun ist.

Haltern

, 17.03.2020, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Arztpraxen sind zurzeit durch die Corona-Krise stark belastet.

Arztpraxen sind zurzeit durch die Corona-Krise stark belastet. © picture alliance/dpa

Das oberste Ziel für die Corona-Epidemie ist, die Ausbreitung der Viren zu verhindern. Daher sind die Hausärzte in Haltern bestrebt, persönliche Vorstellungen der Patienten soweit wie möglich zu minimieren. Die Halterner Ärztesprecherin Dr. Astrid Keller fasst die wichtigsten Verhaltensregeln zusammen, die Patienten beherzigen sollten.

Nicht dringliche Leistungen werden aus Infektionsschutzgründen gegebenenfalls verschoben. Hierfür werden die Patienten von den Praxen kontaktiert. Dafür bitten die Halterner Ärzte um Verständnis.

Rezepte werden direkt an Apotheken weitergeleitet

Rezeptbestellungen für Dauermedikamente sollten möglichst telefonisch, per Email oder Fax erfolgen. Mit den Apotheken ist vereinbart, dass die Rezepte direkt an die Apotheken weitergeleitet werden. An den Folgetagen können die Medikamente dann direkt in den Apotheken abgeholt werden. Arbeitsunfähigkeiten bei unkomplizierten Infekten können telefonisch ausgestellt werden.

Patienten mit Erkältungssymptomen sollen sich immer telefonisch anmelden und nicht unangemeldet in die Praxis kommen.

Große Unsicherheit herrscht bei der Frage, wann man sich testen lassen sollte und wie ein Test in die Wege geleitet werden kann. Astrid Keller fasst die wichtigsten Informationen zu den Testungen auf COVID 19 und Krankschreibungen zusammen:

Menschen ohne Krankheitssymptome werden nicht getestet.

Hatte jemand Kontakt zu einem Patienten aus einem Risikogebiet oder zu einem nachgewiesenen positiv Getesteten, hat aber selbst keine Krankheitszeichen, bleibt er 14 Tage zu Hause. Er wird für diese Zeit nicht krank geschrieben, mit dem Arbeitgeber wird eine Vereinbarung geschlossen.

Ohne Symptome wird nicht getestet

Eine mit im Haushalt lebende Person dieser gesunden Kontaktperson darf arbeiten. Es soll aber zu Hause eine Distanz eingehalten werden. Informationen dazu finden sich auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts. Möchte der Arbeitgeber dann trotzdem nicht, dass der Patient arbeiten kommt, ist der Arbeitgeber im sogenannten Annahmeverzug und muss laut Information der Kassenärztlichen Bundesvereinigung weiterhin das Gehalt zahlen.

Getestet werden Patienten mit Symptomen UND einem Kontakt. Die Labore sind an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt, daher müssen diese Vorgaben eingehalten werden.

Alle anderen Patienten sollten von telefonischen Nachfragen bezüglich einer Testung absehen, um die Leitungen nicht zu blockieren.

Unnötige Telefonate sollten vermieden werden, Patienten sollten Fax oder E-Mail-Angebote ihrer Praxis nutzen.

„Alle Praxen bedanken sich für ein vorausschauendes Miteinander, um diese Ausnahmesituation zu meistern“, so Dr. Keller.

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