Coronavirus: Halterner Bürgerbus bleibt vorerst noch in der Garage

Bürgerbus

Sowohl die meisten ehrenamtlichen Fahrer als auch die Fahrgäste gehören zur Risiko-Altersgruppe: Am 4. Mai will der Bürgerbusverein entscheiden, wann der Fahrbetrieb wieder startet.

Haltern

, 28.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sicherheitsabstände wäre im Bürgerbus kaum einzuhalten.

Sicherheitsabstände wäre im Bürgerbus kaum einzuhalten. © Foto: Jürgen Wolter

Seit Beginn der Corona-Krise hat der Bürgerbus seinen Betrieb in Haltern eingestellt. Kurzfristig werde er auch nicht wieder aufgenommen, sagt Öffentlichkeitsreferent Hans Kirschbaum.

Das Risiko sowohl für Fahrer als auch für Fahrgäste sei hoch, weil Mindestabstände kaum eingehalten werden können. Auch der Landesverband Pro Bürgerbus NRW empfiehlt den Vereinen vor Ort die Aufnahme des Betriebs zurzeit noch nicht.

„Auch nach den vorsichtigen Lockerungen, die aus der Politik kamen, können wir die Wiederaufnahme des Bürgerbusbetriebes nicht empfehlen“, heißt es in einer Erklärung. „Nach wie vor gilt, dass unsere Fahrerinnen und Fahrer in der Regel zur Risikogruppe gehören, die geschützt werden muss. Das gleiche gilt für die Fahrgäste.

Die beengten Verhältnisse im Bürgerbus lassen einen Abstand von mindestens 1,5 Meter im normalen Betrieb nicht zu. Eine Beschränkung der Fahrgastzahl auf maximal drei Personen halten wir für nicht praktikabel. Ebenso würden wir den Einbau einer Schutzfolie zwischen dem Fahrerplatz und der Einstiegstür nicht empfehlen.“

Eine Mundschutzpflicht wäre eine Sicherheitsmaßnahme, die auch im Halterner Bürgerbus greifen würde, sagt Hans Kischbaum. Aber auch sie sei keine Garantie, dass man sich nicht infiziert. Die Einnahmen der Werbepartner gleichen zurzeit noch die Verluste aus dem Fahrbetrieb aus.

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