Coronavirus in Haltern: Stadt gibt Hinweise und dankt

Coronavirus

Darf ich beim Umzug Helfer beschäftigen? Klappt die Kita-Betreuung? Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel beantwortet wichtige Fragen der Bürger zum Verhalten in Coronazeiten.

Haltern

06.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mitarbeiter Justin Wergen an der Kasse bei Edeka Bleise: Er ist einer derjenigen, denen Bürgermeister Klimpel ausdrücklich für ihren Einsatz dankt.

Mitarbeiter Justin Wergen an der Kasse bei Edeka Bleise: Er ist einer derjenigen, denen Bürgermeister Klimpel ausdrücklich für ihren Einsatz dankt. © Jürgen Wolter

Viele Bürger wenden sich in Coronazeiten mit Fragen an die Halterner Stadtverwaltung. Bürgermeister Bodo Klimpel beantwortet einige der wichtigsten.

Darf ein gewöhnlicher Umzug noch stattfinden, dürfen Familienmitglieder, die nicht im Haushalt leben, helfen?

Ein Umzug darf weiterhin stattfinden. Die im Haushalt lebende Familie kann

den Umzug bewältigen, auch wenn sie aus mehr als zwei Personen besteht. Sie darf allerdings keine externen Helfer (Freunde, Arbeitskollegen) dazu nehmen. Als Helfer erlaubt sind Verwandte „in gerader Linie“, das heißt, Eltern, Kinder und Geschwister dürfen mit anpacken, auch wenn sie nicht in dem Haushalt leben, der umzieht. Ein Bewohner aus dem Haushalt darf den Umzug mit einem externen Helfenden (Freund) erledigen. Zwei Externe dürfen den Umzug für einen Dritten erledigen, wenn dieser nicht zugegen ist. Außerdem kann ein Umzugsunternehmen laut Verordnung beauftragt werden. Dabei müssen allerdings Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen getroffen werden. Wie in allen Situationen, in denen Menschen unvermeidbar in Kontakt miteinander treten müssen, gilt auch bei Umzügen: Bitte beachten Sie die grundlegenden Regeln zum Infektionsschutz.

Welche Erfahrungen haben die Mitglieder des Ordnungsamtes bei ihren Kontrollgängen gemacht?

Bisher, Stand Freitagvormittag, sind wir sehr zufrieden, die allermeisten Leute

haben realisiert, wie wichtig es ist, sich an die Regeln zu halten. Das finde ich richtig gut. Dieses ernst gemeinte dicke Lob verbinde ich aber auch mit einer großen Bitte: Vermeiden Sie weiterhin Kontakte mit Menschen außerhalb Ihres Haushaltes. Denn wir sind nach meiner Einschätzung leider noch nicht über dem Berg.

Bürgermeister Klimpel gibt Hinwiese zum Verhalten in der Corona-Krise.

Bürgermeister Klimpel gibt Hinwiese zum Verhalten in der Corona-Krise. © Jürgen Wolter

Klappt es mit der Kinderbetreuung in den Kitas und Schulen weiterhin gut?

Ja, das klappt erfreulich gut. Die meisten Eltern haben Möglichkeiten der

Betreuung gefunden, sie gehen mit diesem Thema sehr verantwortlich um. Aktuell werden in den Kitas und auch in der Tagespflege zwischen 37 und 50 Kinder betreut, je nach Bedarf, der bei den Eltern entsteht. In den Grundschulen werden täglich, auch in den Ferien, bis zu zwei Kinder betreut, für die Wochenenden hat niemand Bedarf angemeldet. In den weiterführenden Schulen ist bisher auch kein Kind in der Betreuung. Grundsätzlich gilt bei allen, dass sich diese Angaben stets ändern können.

Wie erleben Sie die Situation in den Lebensmittelgeschäften?

Ich habe ganz überwiegend den Eindruck, dass sowohl die einzelnen

Unternehmen, deren Personal und ebenso die Kundschaft alle auf ihre Art versuchen, nahe Kontakte zu vermeiden. Das finde ich sehr gut. Großen Respekt habe ich vor den Angestellten, die unermüdlich daran arbeiten, damit wir Kunden nach wie vor so gut einkaufen können. Wenn jetzt noch unser Appell, auf die wirklich unnötigen Hamsterkäufe zu verzichten, bei allen ankommt, würde mich es noch mehr freuen.

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