Coronavirus: Kreis Recklinghausen empfiehlt Masken in Grundschulen

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Aufgrund der steigenden Infektionszahlen empfiehlt der Kreis, ab sofort einen Mund-Nasen-Schutz in Grundschulen zu tragen und auf Schulsport zu verzichten. Auch die Stadt Haltern äußert sich.

Haltern

, 28.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kreis Recklinghausen empfiehlt, in Grundschulen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Das teilte die Pressestellte des Kreises am Dienstag mit. Auf Schulsport soll zudem verzichtet werden. Beide Maßnahmen sollen aufgrund der im Kreis kontinuierlich steigenden Infektionszahlen dazu dienen, Ansteckungen in den Schulen zu vermeiden.

Die Empfehlung des Gesundheitsamtes des Kreises, in Grundschulen die Maske zu tragen, gilt für Schüler, Lehrer und weitere Beschäftigte. Aufsetzen sollen diese den Mund-Nasen-Schutz während des Unterrichts in den Klassenräumen, aber auch auf dem gesamten Schulgelände. „An Förderschulen hingegen sollte sorgsam abgewogen werden, ob und für wen das Tragen einer Maske umzusetzen ist“, teilte der Kreis in der Pressemitteilung mit.

Betroffen von den neuen Empfehlungen des Kreises ist auch der Schulsport. Vor allem in den Sport- und Schwimmhallen sei es schwierig, die Vorgaben des Infektionsschutzes umzusetzen. Darum solle vorerst gänzlich auf Schulsport verzichtet werden.

Die Stadt Haltern lässt den Schulen die Umsetzung der Empfehlungen offen. „Die Schulen müssen damit umgehen, das liegt in ihrer Verantwortung“, sagt Stadtsprecher Georg Bockey.

Gute Erfahrungen gemacht

Veronika Beher, Leiterin der Grundschule Silverberg und Sprecherin der Halterner Grundschulen, sieht in der Maskenpflicht kein großes Problem für die Grundschüler. Bereits zum Schulstart vor wenigen Monaten lautete die Empfehlung, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, wenn sich zwei Personen näher als 1,5 Meter kamen.

Beher machte gute Erfahrungen damit, wie die Kinder die Empfehlung umsetzten. „Sie halten sich besser an die Regeln als so mancher Erwachsener“, sagt sie. Für die Grundschüler sei es selbstverständlich gewesen, die Maske aufzusetzen, wenn ein Lehrer oder Schüler näher kam, oder man zum Papierkorb musste.

Lediglich den Sinn einer solchen Empfehlung kann Veronika Beher nicht gänzlich verstehen. „Wir sitzen teilweise mit 28, 29 Kindern in einer Klasse. Ob wir eine Maske tragen oder nicht: Wir sind ansteckend.“ Umsetzen wird sie die Empfehlung dennoch.

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