Sowohl im Altenwohnhaus St. Sixtus (Foto) als auch im St. Anna werden Angehörige ab sofort vor jedem Besuch getestet. © Jürgen Wolter
Coronavirus

Coronavirus: Neue Besuchs-Regeln in Halterns katholischen Altenhäusern

Die katholischen Altenwohnhäuser St. Sixtus und St. Anna verstärken ihre Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Ab sofort gelten bei Besuchen neue Regeln.

In den katholischen Altenwohnhäuser St. Sixtus in Haltern-Mitte und St. Anna auf dem Annaberg hat es bislang keinen einzigen Coronafall gegeben. Das soll auch so bleiben. Deshalb gelten ab sofort neue Schutzmaßnahmen.

Bevor Besucher zu ihren Angehörigen ins Zimmer dürfen, müssen sie sich am Eingang einem Schnelltest unterziehen. Dafür habe man Mitarbeiter von Personaldienstleistern eingestellt, sagt Geschäftsführer Johannes Böcker. Denn dieser Aufwand sei vom eigenen Personal nicht zu leisten. Pflicht ist außerdem das Tragen einer FFP2-Maske.

Bei Besuchen die Zeiten der Testungen beachten

„Jede Woche werden wir 1000 Tests durchführen“, kündigte Johannes Böcker an, „wir haben die Lieferanten-Zusage für beide Häuser.“ Neben den Besuchern werden auch das Personal und Bewohner engmaschig getestet. Allerdings sei ein Test bei Bewohnern mit Desorientierung oft nicht möglich.

Sowohl im Haus an der Gartenstraße als auch auf dem Annaberg werden die Besuchszeiten aufrechterhalten: Montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und an sieben Tage die Woche von 14 bis 18 Uhr (ohne Anmeldung). Zu beachten ist: Eine Testung wird jeweils von 10 bis 11 Uhr beziehungsweise 14 bis 17 Uhr durchgeführt. Jeder Besuch wird natürlich auch akribisch dokumentiert. Eine Sonderregelung gilt für Heiligabend.

Angehörige (maximal zwei pro Bewohner) dürfen am 24. Dezember zwischen 10 und 12 Uhr (Testung 10 bis 11 Uhr) zu Besuch kommen, nachmittags allerdings nicht mehr. Dann finden die Weihnachtsfeiern für die Bewohner in den Aufenthaltsräumen statt. Diese sind aber grundsätzlich, um Infektionen auszuschließen, für Besucher tabu. „Es gibt leider keine Alternative zu einer Feier ohne Angehörige“, bedauert Johannes Böcker eine Entscheidung, die der Pandemie geschuldet ist.

Bewohner sollten Heiligabend im Altenwohnhaus bleiben

Familien, die ihre Lieben an Heiligabend zu sich nach Hause holen möchten, werden von der Heimleitung angeschrieben. „Wir legen ihnen ans Herz, in diesem Jahr darauf zu verzichten“, sagt Johannes Böcker. Denn jeder Bewohner, der das Wohnhaus verlässt, muss anschließend sechs Tage in Quarantäne.

Doch, die Angehörigen werden das gerne hören, die Stimmung in den Altenwohnhäusern sei gut. Allerdings bemerkten die Bewohner durchaus, dass der Druck von außen zu ihrer Sicherheit sehr groß sei. Ein Dank richtet Johannes Böcker an die Familien: „Die Angehörigen sind sehr verständnisvoll. Auch für sie steht der Schutz aller Bewohner im Vordergrund.“

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Elisabeth Schrief

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