Coronavirus: Veranstalter und Vereine in Haltern reagieren auf Spahn-Empfehlung

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Die Empfehlung von Gesundheitsminister Spahn (CDU), wegen des Coronavirus größere Veranstaltungen abzusagen, lässt Veranstalter in Haltern aufhorchen. Ein Konzert wurde bereits verschoben.

Haltern

, 09.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sollen, nach der Empfehlung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU), in Deutschland abgesagt werden, um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern beziehungsweise einzudämmen. In Haltern reagieren Veranstalter und Vereine unterschiedlich.

Während das Frauenchorkonzert in der Schulaula am Samstag (14. März) bereits verschoben wurde, will der Veranstalter der Handwerkerleistungs- und Immobilienschau am 28. und 29. März erst noch abwarten.

100 Aussteller werden an dem Wochenende in der Seestadthalle vor Ort sein und hunderte Besucher an beiden Tagen erwartet. „Die Messe steht nach wie vor auf Go“, sagt Veranstalter Rainer Zinke am Montag auf Anfrage der Halterner Zeitung. Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus behalte man natürlich im Auge. Er treffe bereits Vorkehrungen, was die Hygiene angehe, so Zinke. Dabei orientiere man sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). „Wir haben Info-Schilder in Arbeit, versuchen auch noch, an Desinfektionsstationen zu kommen, falls möglich“, beschreibt der Veranstalter. Man sei in Lauerstellung, sagt Zinke.

Verschoben in die zweite Jahreshälfte

Unter dem Motto „Für mich solls rote Rosen regnen!“ sollte eigentlich am Samstag (14. März) in der Aula des Schulzentrums ein Frauenchorkonzert stattfinden. Jetzt haben sich die Veranstalter sowie die beiden Chöre entschieden, den Termin in die zweite Jahreshälfte zu verschieben. Sie begründeten dies damit, dass sie davon ausgehen müssten, jetzt wegen der Sorge um das Coronavirus nur wenige Zuhörer ansprechen zu können.

Auch die Sportvereine machen sich Gedanken, wie sie mit den anstehenden Großveranstaltungen umgehen.

Viele Fans in Wattenscheid erwartet

Der TuS Haltern stimme sich derzeit mit dem Verband ab, was den Umgang des Vereins in Bezug auf die Empfehlungen des Bundesgesundheitsministers betreffe. Das teilte Raphael Brinkert, Leiter Medien und Marketing, auf Anfrage der Halterner Zeitung am Montag mit.

TuS-Fans bei einem Spiel im Wattenscheider Lohrheidestadion.

TuS-Fans bei einem Spiel im Wattenscheider Lohrheidestadion. © Holger Lindner

Mit einem aktuellen Zuschauerschnitt von 914 läge man ja unter der Grenze von 1000 Menschen, gleichzeitig sei man sich natürlich bewusst, dass beim Spiel am Sonntag (15. März) gegen Oberhausen (im Wattenscheider Lohrheidestadion) mehr Fans erwartet würden. Man hoffe, in ein paar Tagen mehr sagen zu können.

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Der Handballoberligist HSC Haltern-Sythen hat am 21. März (Samstag) das nächste Heimspiel in der Dreifachhalle am Schulzentrum. Dann ist der FC Schalke 04 zu Gast. Ein Spiel, das erfahrungsgemäß gut besucht wird. Christian Berse, Teammanager der I. Herrenmannschaft: „Bislang ist keine Absage vorgesehen, aber wir müssen natürlich schauen, wie sich das Thema entwickelt. Möglicherweise müssen wir dann kurzfristig reagieren. Wir haben schon in der vergangenen Woche im Vorstand darüber diskutiert, ob Maßnahmen, wie zum Beispiel eine Fantrennung, sinnvoll sein könnten, aber da war das Thema auch noch nicht so akut. Wir werden die weitere Entwicklung sicher im Auge behalten.“

Sportlerehrung soll stattfinden

Auch die Sportlerehrung und -party am 21. März, die von Stadt und Stadtsportverband organisiert wird, ist eine große Veranstaltung mit mehreren hundert Teilnehmern. Markus Gladhofer vom Stadtsportverband: „Wir wollen wie geplant an der Veranstaltung festhalten. Die Stadtverwaltung wird uns zeitnah informieren, falls eine Absage der Sportparty erforderlich ist. Diese Entscheidung werden wir natürlich akzeptieren.“ Man müsse dann schauen, wer im Falle einer Komplett-Absage die Kosten übernehme.

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