Das Halterner Gymnasium darf nur noch fünf Eingangsklassen bilden

Joseph-König-Gymnasium

Die Bezirksregierung Münster gibt den Rahmen für die Halterner Schulen vor. Das stößt vor Ort nicht immer auf Gegenliebe.

Haltern

, 15.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ulrich Wessel ist mit der Entscheidung aus Münster nicht glücklich.

Ulrich Wessel ist mit der Entscheidung aus Münster nicht glücklich. © Kevin Kindel (Archiv)

Alle Mitglieder des Schulausschusses haben dafür gestimmt, dass das Joseph-König-Gymnasium (JKG) nur noch fünf Eingangsklassen bilden darf. Dabei waren alle gegen diesen Beschluss - ein Paradoxon.

Politiker hatten keine Wahl

Tatsächlich hatten die Politiker bei dieser Entscheidung keine Wahl, denn der sogenannte Klassenbildungssollwert gibt die Zügigkeit eines Schuljahrgangs vor. Bei sechs Klassen müssen sich 162 Schüler angemeldet haben. Diese Zahl wird aber nicht erreicht. Für das nächste Schuljahr haben sich bisher 135 Schüler am JKG angemeldet.

Die Schule und die Stadt Haltern hatten bei der Bezirksregierung Münster argumentiert, dass mittelfristig wieder mehr Schüler zu erwarten seien. Doch diese blieb hart und verwies auf die Vorgaben. „Die Auskunft aus Münster ist nicht befriedigend“, sagte Schulleiter Ulrich Wessel. Er teilte auch mit, dass seine Schule bereits bei einer Eingangsschülerzahl von 151 ein Problem bekomme. Es müssten dann Schüler abgewiesen werden.

„Es gibt genügend ausgebildete Lehrer“

Der zusätzliche Hinweis der Bezirksregierung auf eine angespannte Lehrerversorgung sei unpassend. „Es gibt genügend ausgebildete Lehrer“, so Wessel, „sie werden aber nicht eingestellt.“

Die Alexander-Lebenstein-Realschule startet weiterhin sechszügig, die Joseph-Hennewig-Hauptschule bildet zwei Eingangsklassen.

Lesen Sie jetzt