Das Halterner Wasser ist gut

Arbeitsgruppe erarbeitet Konzept

Die Qualität des Halterner Wassers ist gut, kann aber noch besser werden. Deshalb traf sich zum ersten Mal die Arbeitsgruppe Rhader Bach/Wienbach und Hohe Mark in der Rhader Mühle in Dorsten. Sie soll über Maßnahmen bestimmen, um die Gewässer natürlicher werden zu lassen. Grund ist die Wasserrahmenrichtlinie der EU.

HALTERN/DORSTEN

von Von Wiebke Plöger

, 04.04.2011, 17:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kamen Montag an der Rhader Mühle zusammen, um sich Gedanken um die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie zu machen (v.l.): Jens Gehling, Johannes Schultejann, Götz Fischer, Leo Grouisborn und Ferdinand Graf von Merveldt.

Kamen Montag an der Rhader Mühle zusammen, um sich Gedanken um die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie zu machen (v.l.): Jens Gehling, Johannes Schultejann, Götz Fischer, Leo Grouisborn und Ferdinand Graf von Merveldt.

„Die Natur ist hier durch den Bergbau maßgeblich beeinflusst“, erklärt Markus Soddemann, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands im Kreis Recklinghausen. Von Natürlichkeit könne man häufig nicht mehr reden. „Zurzeit können wir nur eingeschränkt agieren, da die Abbaupläne noch bis ins Jahr 2014 gehen“, sagt Soddemann. Im Fokus des Maßnahmenplans steht erst einmal der Kusenhorstbach. „Er ist noch naturgeprägter, hier können wir schon in Aktion treten.“ Wie die Maßnahme aussehen wird, steht noch nicht fest. Diskussionsbedarf bestand bei den Landwirten, als es um Pflegestreifen für Gewässer ging. In diesem Gebiet direkt am Ufer dürfen die Flächen nicht bewirtschaftet werden.

„Landwirte wollen möglichst nicht auf Fläche verzichten“, berichtet Leo Grouisborn von der Oberwasserbehörde der Bezirksregierung Münster. Nun muss sich die Arbeitsgruppe einigen, wie groß diese Streifen werden sollen. „Ich bin zuversichtlich, dass wir zu einem zufrieden stellenden Ergebnis gelangen“, meint er. Schließlich hätten die Verbände, Behörden und Initiativen ein sehr gutes Verhältnis. Die Erstellung und die Umsetzung der Maßnahmen werden bis zu 80 Prozent mit Landesmitteln gefördert. „Noch geklärt werden muss, wie die notwendigen Eigenmittel aufgebracht werden können“, sagt Ferdinand Graf von Merveldt. Anfang 2012 muss das Konzept stehen. Im September will sich die Arbeitsgruppe wieder treffen. 

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